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Aufwendige Arbeiten: So soll die Höllmecke hochwasserfest werden

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Von: Volker Heyn

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Am Donnerstag begann die Baufirma Hilgenroth mit der Arbeit an dem Wasserlauf neben der Höllmecke. Bei den jüngsten Regenfällen war das Wasser aus dem Bachlauf direkt über die Bundesstraße in die Lenne geflossen. Der Durchlauf soll nun eine zusätzliche Ablaufmöglichkeit bekommen.
Am Donnerstag begann die Baufirma Hilgenroth mit der Arbeit an dem Wasserlauf neben der Höllmecke. Bei den jüngsten Regenfällen war das Wasser aus dem Bachlauf direkt über die Bundesstraße in die Lenne geflossen. Der Durchlauf soll nun eine zusätzliche Ablaufmöglichkeit bekommen. © Heyn, Volker

Nachdem die Höllmecke bei dem Jahrhundertunwetter im Juli in Teilen komplett zerstört worden war, hatte es zuletzt immer neue Hochwasser-Probleme gegeben. Auch diese sollen jetzt behoben werden.

Die Werdohler Besitzer des vermieteten Hauses direkt an der Einmündung der Höllmecke auf die B 236 sind zumindest jetzt soweit zufrieden: Die Baufirma Hilgenroth hat am Donnerstag in enger Abstimmung mit ihnen und mit Straßen.NRW begonnen, den Wasserlauf neben der Straße hochwasserfest zu machen. Hoffentlich – so Anlieger ebenso wie die Ingenieure von Straßen.NRW – läuft das Hangwasser dann nicht mehr durch die Garage und direkt über die Bundesstraße.

Ein gutes halbes Jahr habe das niemanden so recht gekümmert, erzählen die Hausbesitzer. Mitte Juli war bekanntlich die komplette Fahrbahn der Höllmecke samt des Untermaterials abgegangen, Tonnen von Kies und Asphalt hatte der Starkregen Richtung Tal und Lenne geschoben. Zwar ist Hilgenroth im oberen Teil der Höllmecke schon wieder mit dem Neubau der Straße beschäftigt, im unteren Teil sorgten die jüngsten Regenfälle wieder für Probleme.

Nur ein paar Zentimeter „Luft“

Das Hangwasser läuft direkt neben der Fahrbahn herunter und stößt da auf einen steingefassten Durchlass unter der Bundesstraße. Der jüngste Regen hat noch mehr Geröll in den Durchlass gedrückt, nur noch ein paar Zentimeter „Luft“ hat das Wasser noch.

Im Foto ist gut zu sehen, dass der Düker unter der Bundesstraße so gut wie voll ist. Der steingefasste Durchlauf soll gespült werden.
Im Foto ist gut zu sehen, dass der Düker unter der Bundesstraße so gut wie voll ist. Der steingefasste Durchlauf soll gespült werden. © Heyn, Volker

Jetzt wird der Lenne-Auslauf ebenso wie die Verrohrung auf der Hangseite freigebaggert. Mit Bigpacks soll das Hangwasser aufgestaut und dann druckwellenartig abgelassen werden. So erhofft man sich ein Freispülen des Durchlaufs unter der Bundesstraße. Außer durch ein aufwendiges Aufreißen der Bundesstraße gebe es keine andere Möglichkeit, den Durchlauf wieder freizubekommen.

Durchlauf soll entlastet werden

Als eine zusätzliche Sofortmaßnahme hat Straßen.NRW beschlossen, den Durchlauf durch einen weiteren Kanal zu entlasten. Dazu wird eine zweite Wasserführung errichtet, die zunächst die Höllmecke im Einmündungsbereich quert. Da die Straße ohnehin noch lange gesperrt ist, dürfte das kein großes Problem sein. Für diese Zusatzentwässerung muss aber auch die Bundesstraße gedükert, also unterhalb unterquert werden. Dazu soll eine Leitung mehr oder weniger „geschossen“ werden. Dieser zusätzliche Ablauf soll helfen, bei starken Regenfällen die Hangentwässerung zu unterstützen. Bislang hatte sich das Wasser einfach einen Weg unter der Bundesstraße hindurch gesucht und sie teils unterspült.

Es wird noch dauern, bis die Durchfahrt nach Neuenrade oder Arnsberg wieder frei ist.
Es wird noch dauern, bis die Durchfahrt nach Neuenrade oder Arnsberg wieder frei ist. © Heyn, Volker

Mit diesen Sofortmaßnahmen hofft Straßen.NRW, die Sache in den Griff zu bekommen. Langfristig geplant sei, die B 236 an der Einmündung Höllmecke um etwa einen halben Meter anzuheben. Das kann aber erst in Angriff genommen werden, wenn die B 236 nicht mehr als eine der Entlastungsstrecken für die gesperrte A 45-Rahmedetalbrücke gebraucht wird.

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