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Auf Werbe-Tour in den Schulen: Leader-Managerinnen wollen Jugendliche mobilisieren

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Von: Peter von der Beck

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An der Waldorfschule informiert Annika Kabbert die Schüler über Leader.
An der Waldorfschule informiert Annika Kabbert die Schüler über Leader. © von der Beck, Peter

Was wünschen sich Jugendliche zukünftig von ihrer Stadt und wie können aus diesen Ideen mit Fördermitteln Projekte werden? Das herauszufinden, ist aktuell die Aufgabe der Leader-Regionalmanagerinnen.

Die Leader-Regionalmangerinnen Leonie Loer und Annika Kabbert haben in diesen Tagen allerhand zu tun. Sie sind auf Tour in der heimischen Leaderregion am Sorpesee und klappern derzeit vor allen die weiterführenden Schulen der Region ab, um hier für die Teilnahme an der Online-Umfrage zur Entwicklungsstrategie für die nächste Förderperiode trommeln. Dabei wollen sie vor allem Feedback, Ideen und Anregungen von den Jugendlichen. So war Kabbert unlängst an der Hönnequell-Schule und an der Waldorfschule, um den Schülern direkt die Sache mit der Leader-Region zu erläutern.

Kollegin Leonie Loer, die zum Beispiel in Sundern unterwegs ist, war jedenfalls mit der bisherigen Resonanz der Jugendlichen zufrieden. Gleiches gelte für Kabbert.

Eigener Bereich in der Online-Umfrage

Die Online-Umfrage, bei der den Jugendlichen (bis 20 Jahre) extra ein eigener Bereich gewidmet ist, hat schon ein ordentliches Feedback: Rund 400 Statements sind es bisher. Denn es geht nicht nur ums simple Ankreuzen, sondern auch Vorschläge sind gefragt. Die will das Regionalmanagement aufgreifen und möglichst in Projekte umsetzen. Hintergrund der Fokussierung auf Jugendliche ist die Tatsache, dass die bisherigen Leader-Projekte der Bürgerregion eher von älteren Erwachsenen angestoßen wurden. „Und wenn es um Jugendliche ging, so waren das eher die Kommunen, die da etwas initiiert hatten“, sagte Loer. Auch deshalb habe man sich die Frage gestellt, wie man Jugendliche einbinden könne und habe dann die speziell auf Jugendliche abgestimmten Umfrage konzipiert. Auch deshalb trommele man in den Schulen. Und es habe gefruchtet, ließ Loer durchblicken.

Unter den 400 Kommentaren seien klassische Themen, wie eine schlechte Verbindung des öffentlichen Nahverkehrs am Abend und am Wochenende. In Neuenrade seien die Jugendlichen von den Baustellen genervt und es kristallisiere sich heraus, dass Jugendliche weitere Treffpunkte benötigten. Ein Café werde vermisst – durchaus auch zum gemeinsamen Lernen. Nachgefragt worden seien auch Sportangebote, vor allem in Richtung Mountainbike-Strecken und -Parks, ließ Loer durchblicken. Der Blick in die Kommentare offenbart auch, dass sich Jugendliche zudem Basketball wünschen und Clubs.

„Natur und Landschaft“ gefällt an der Heimat

Was Bildung und Ausbildung anbelangt, wünscht man sich eine Universität in der Nähe, zudem viel mehr Informationen über Berufe und mehr Praktika. Und: Die Jugendlichen mögen ihre Heimat. Nachgefragt, was ihnen denn besonders gefällt, antwortete der überwiegende Teil mit „Natur und Landschaft.“ Bevor aus diesen Ideen nun konkrete Projekte werden können, muss aber erst einmal die erneute Bewerbung als Leader-Region erfolgreich sein.

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