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Auch von auswärts: Viele Familien steuern das Freibad an

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Von: Peter von der Beck

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Holger Kellermann mit Tochter Nele und ihrem Freund Till.
Holger Kellermann mit Tochter Nele und ihrem Freund Till. © Peter von der Beck

Der Parkplatz ist belegt und auch in den Seitenstraßen wird der Parkraum langsam knapp. Schlag auf Schlag kommen am späten Vormittag des Dienstags die Gäste in das Freibad Friedrichstal. Mit vollem Bollerwagen und Kindern an der Hand oder auch allein.

Neuenrade – Gut gelaunt sind alle, noch hält sich die Besucherzahl in Grenzen, im Wasser ist ausreichend Platz und Schwimmen ist ohne Weiteres möglich. Sogar ein oder zwei Schattenplätze unter den großen Laubbäumen sind noch zu finden. Der Großteil der Bäume ist aber schon besetzt: Hier haben sich Familien mit Sack und Pack niedergelassen, die Atmosphäre ist trotz Rekordhitze heiter-entspannt.

Und die Neuenrader, Affelner, Küntroper, Garbecker, Werdohler, Balver, Dahler und Evingser gönnen sich Abkühlung im Freibad. Sogar aus Sundern-Allendorf hatte sich eine Familie auf den Weg ins Friedrichstal gemacht.

Nicht einen Hauch von Stress zeigt Schwimmmeisterin Andrea Helinski. Sie hat alles im Griff, beobachtet das Wasser und hat ein Kühlpack am Körper. „Das ist jetzt noch Kindergeburtstag hier, das wird noch voller.“ Sie schätzt die Zahl der Besucher am Dienstagvormittag auf 500. Ihre Erfahrungen der vergangenen heißen Tage: „Einer rief schon um 6.10 Uhr an und fragte, ob wir offen haben“, berichtet die Schwimmmeisterin.

Für die Enkelbeaufsichtigung hat sich Familie Meier ein schattiges Plätzchen ausgesucht.
Für die Enkelbeaufsichtigung hat sich Familie Meier ein schattiges Plätzchen ausgesucht. © Peter von der Beck

Drei Autobesitzer habe man an diesem Vormittag ausrufen müssen. Etliche Werdohler seien am Montag zu Besuch in Neuenrade gewesen, weil das Bad in der Nachbarstadt dann geschlossen hatte, sagt Helinski und wundert sich. „Das ist nur gut, so sammeln wir neue Kundschaft.“ In der Tat gibt es eine ganze Reihe von älteren Werdohlern, die in Neuenrade inzwischen Stammkunden sind.

„Hier ist das Wasser schön warm.“ Das wisse man eben positiv zu würdigen, „wenn die Knochen älter sind“, ließ ein Werdohler durchblicken, der ungenannt bleiben wollte.

Auch die entspannte Atmosphäre liebe man. In der Tat: Vorkommnisse wie in manchen Großstadtbädern, beispielsweise Schlägereien, sind hier selten. Nur einen üblen Vorfall habe es gegeben, berichtet Helinski. Da sei einer über die Absperrung gesprungen, was man zufällig im Monitor gesehen habe. „Es gab Randale, übelste Beleidigungen, Tätlichkeiten und die Polizei musste den Frieden herstellen.“

Im Neuenrader Freibad ist es generell sehr familiär: Holger Kellermann, Vorsitzender des Schützenvereins aus Allendorf, weiß das wohl zu schätzen und ist mit Frau und Tochter, Freundin der Frau und Sohn der Frau im Neuenrader Freibad. Man gönnt sich ein paar schöne Stunden.

Schwimmmeisterin Andrea Helinski sorgt mit einem Coolpack für Abkühlung.
Schwimmmeisterin Andrea Helinski sorgt mit einem Coolpack für Abkühlung. © Peter von der Beck

Auch Familie Meier aus Garbeck ist im Freibad zu Gast. Während sich Oma und Opa unter einem Laubbaum im Schatten sitzen, haben sie die Enkel fest im Blick: „Wir machen Enkelbeaufsichtigung, wir haben Oma- und Opa-Woche.“ Einen „chilligen Sommerferiennachmittag“ verbringen auch Max aus Letmathe und Amelie aus Altenaffeln an der Niederheide und Familie Lohr aus Blintrop hat einen prall gefüllten Bollerwagen dabei und trifft sich an diesem heißen Sommertag mit weiteren Familienmitgliedern.

Und gut zu tun haben am Kiosk Edgar Helinski und Karin Kaminski. Der Verkaufsschlager: leckere Freibadfritten, Süßigkeiten und natürlich Eis.

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