Auch beim 10. Girls’ Day packen Mädchen in Neuenrade  kräftig zu

+
Bei Schniewindt ging’s heiß zu – die Girls’-Day-Mädels durften schweißen.

NEUENRADE ▪ Der zehnte bundesweite Girls’ Day ging auch an der Hönnestadt nicht spurlos vorbei. Drei hiesige Firmen hatten Mädchen eingeladen, in typische Männerberufe hineinzuschnuppern.

Während die Firma Schniewindt den Mädels Einblicke in die Elektrotechnik gewährte, stand bei DST Dauermagnet-SystemTechnik GmbH die Metalltechnik im Vordergrund, während die Jugendlichen bei Stauff die Welt der globalen Logistik kennen lernen konnten. Insgesamt hatten sich für die Aktion am Donnerstag elf Mädchen und ein Junge angemeldet.

„Ich will unbedingt mal schweißen“, freute sich die 14-jährige Hacer bei der Neuenrader Firma Schniewindt darauf, einmal ein wahre Männertätigkeit auszuprobieren. Gesagt, getan – und kurz darauf flogen die Funken. Produktionsleiter Ulrich Klimach stellte Hacer, Agata und Kandiye die verschiedenen Berufe von der Auftragsannahme bis zum Versand der fertigen Ware vor. Agata stellte in der IT-Abteilung fest: „Das ist mein Ding“, während Kandiye im Konstruktionsbüro ihren Berufswunsch erfüllt sah.

Hier gibt's eine Fotostrecke vom Girls' Day:

Girls' Day in Werdohl, Neuenrade, Balve

Alicja Kotowski, Assistentin der Geschäftsführung, begleitete ihre sechs Schützlinge – ein Junge hatte sie bei der DST Dauermagnet-System-Technik GmbH unter die Mädels gemischt – in die Büros der technischen Zeichner, in die Konstruktion, sowie in die Arbeitsvorbereitung und die Produktion. „Das könnte mich interessieren“, bekundeten ein paar der Mädels ihre Interesse am Beruf des technischen Zeichners. Sie waren vor ihrem Besuch der Neuenrader Firma immer davon ausgegangen, dass hier nur am „Reißbrett“ gesessen wäre. „Wir haben vor ein paar Jahren festgestellt, dass Mädchen in diesen Bereichen überhaupt nicht zu finden sind. Hier wollten wir etwas verändern“, begründet Alicja Kotowski den Grund für die Teilnahme am Girls’ Day. „Viele Mädels halten auch im Anschluss daran Kontakt zu uns, fragen nach Ferienjobs und bewerben sich für ein Praktikum.“

Unter dem Slogan „Aus Neuenrade in die weite Welt“ erkundeten Kübrat Emel und Gülnur die Besonderheiten des Logistikzentrums Stauff. Die Fachbegriffe Kommissionierung und Konfektionierung sind für sie nun keine Fremdwörter mehr, dank der Erklärung von Klaus-Peter Harbich, dem Leiter des Hochregallagers, der den drei Jugendlichen den Beruf des Fachkraft Lagerwirtschaft nicht nur von A bis Z erklärte, sondern die Mädels auch mitanpacken ließ. ▪ sr

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare