Nach Laumann-Empfehlung

Auch Affelner Schützen sagen Festwochenende ab

Bilder wie aus einer anderen Zeit. Schon zwei Jahre ist es her, dass in Affeln so richtig Schützenfest gefeiert wurde. Die Affelner bereiten sich nun auf 2022 vor.
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Bilder wie aus einer anderen Zeit. Schon zwei Jahre ist es her, dass in Affeln so richtig Schützenfest gefeiert wurde. Die Affelner bereiten sich nun auf 2022 vor.

„Herr Laumann hat es doch quasi schon verboten.“ So antwortete am Freitag Detlef Schulte, Vorsitzender der Schützenbruderschaft St. Petrus und Paulus Affeln, auf die Frage, ob denn in diesem Jahr ein Schützenfest in Affeln stattfinden wird.

Für Schulte war das aber auch schon so klar. „Das war vorauszusehen.“

Gleichwohl werde man im Rahmen des Erlaubten wie im vergangenen Jahr auch mit ein paar offiziellen Programmpunkten ein Schützenfest light auf die Beine stellen. Sprich: Outdoor-Gottesdienst, Jubilar-Ehrung, Einsatz des Musikvereins. „Mehr wird nicht drin sein.“ Nicht, dass sich Schulte die Absage leicht gemacht hätte. Es gab da durchaus Diskussionen im Oberen Hönnetal. Eine Verschiebung sei nicht in Frage gekommen, Hygienekonzepte sind wohl nicht unbedingt umsetzbar gewesen. Und wenn wider Erwarten ein Schützenfest möglich gewesen wäre, hätte man sicherlich sehr verhalten gefeiert.

Hält die Branche noch ein weiteres Jahr durch?

Ob Szenarien wie „Impfausweis an der Kasse vorzeigen“ dem Schützenfestfeiern dienlich wäre, fragt sich sicherlich nicht nur Detlef Schulte. Möglicherweise wäre dann die Frage gewesen, ob sich ein Schützenfest unter diesen Umständen überhaupt rentiert. Es wäre gut, dass man sich einfach auf 2022 vorbereiten sollte. Schulte hofft, dass bis dahin auch die Schausteller und die anderen Dienstleister der Branche überleben.

Längst entschieden haben sich die Küntroper Schützen: Bereits im Januar hatte der Geschäftsführer der St.-Sebastian-Bruderschaft, Patrick Bexten verkündet: „Leider werden wir auch den Ersatztermin für unser Jubiläumsschützenfest in diesem Jahr streichen müssen.“ Man wollte früh Klarheit schaffen – auch für die Dienstleister und Partner – ließ Bexten durchblicken. Das Schützenfest hätte auch besonders früh stattgefunden – an Pfingsten.

Noch keine Entscheidung der Neuenrader

Was nun die große Neuenrader Schützengesellschaft anbelangt – da gab es bis zuletzt noch keine Entscheidung. Der Termin für das Festwochenende (23. bis 25. Juli) steht offiziell also noch. Denn Sprecher Marius Holub sagte auf direkte Nachfrage zu ersten Äußerungen des Landesgesundheitsministers: „Wir haben noch keinen offiziellen Standpunkt dazu. Wir werden uns an die Öffentlichkeit wenden, wenn ein Beschluss vorliegt.“ Wenn es den Schützen gesetzlich verboten werde, stelle man sich natürlich nicht dagegen. Holub sagte, dass man intern natürlich dazu eine rege Diskussion habe. Außerdem stehe man im engen Kontakt mit anderen Vereinen.

Wann die Verantwortlichen der Neuenrader Schützengesellschaft eine Entscheidung treffen, vermochte Sprecher Marius Holub noch nicht zu sagen. „Wir haben noch keinen Termin gesetzt, an dem wir uns final entscheiden.“

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