Attraktivität steigern: Neuenrade wirbt auf der Tourismus-Messe

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osef Guthof präsentiert auf der Reise und Camping Messe in Essen die Flyer, die für die Hönnestadt werben sollen. ▪

NEUENRADE ▪ Neben vielen Städten aus dem Märkischen Kreis wirbt auch Neuenrade in dieser Woche auf der Reise und Camping Messe in Essen um Urlauber und Ausflügler. Die Übernachtungszahlen für das vergangene Jahr geben vorsichtigen Aufwind für die kommenden Jahre.

„Es war auf jeden Fall besser als die Jahre 2008 und 2009“, zieht Kai Friedriszik, Geschäftsführer des Hotels Wilhelmshöhe, sein Resümee für 2011. Die Gesamtzahlen von Information und Technik NRW (IT-NRW) zeigen eine Bettenauslastung von 33,3 Prozent für das Vorjahr. 156 Betten in sechs Beherbergungsbetrieben standen zur Verfügung. Die mittlere Aufenthaltsdauer blieb mit 1,9 Tagen eher kurz, auch wenn ein leichter Anstieg zu 2010 erkennbar war.

Positiv ist auch das Resümee von Ralf Tönnesmann vom Hotel am Maibaum in Küntrop. Seit einem Jahr gibt es das Haus in dem Neuenrader Ortsteil, doch Ausflügler kehren eher weniger dort ein. Wie auf der Wilhelmshöhe übernachten dort zumeist Geschäftsreisende, Monteure oder Handelsvertreter. „Das liegt aber wahrscheinlich auch daran, dass wir als Garni-Hotel nur Frühtstück und keine Halb- und Vollpension anbieten“, so Tönnesmann. Bei Wanderern oder Fahrradfahrern sieht er noch Aufholbedarf. Trotzdem seien die Belegungszahlen zunächst für die nächsten Wochen sehr gut.

Auch Kai Friedriszik sieht für die Hönnestadt noch Aufholbedarf. „Der Sauerlandhöhenflug oder die Lenne-Radwanderroute sind da ein Gewinn für die Region“, sagte der Geschäftführer, warnte aber davor zu schnell zu viel zu erwarten: „Der Rothaarsteig hat zum Beispiel auch zehn Jahre gebraucht und heute bekommt man dort kein Bein mehr an die Erde.“

Alleinstellungsmerkmale sind für Friedriszik unverzichtbar um vermehrt Touristen in die Stadt zu locken und gleichzeitig auch die Attraktivität für die Bewohner zu erhöhen. „Wir bieten häufig Gruppenreisen an und da muss das Gesamtpaket stimmen“, erklärte der Hotelgeschäftsführer und meint damit, dass die Altstadt, der Höhenflug oder das Gertrüdchen verstärkt beworben werden müssten. „Die Entwicklung ist hier aber positiv“, betont Friedriszik. ▪ David Schröder

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