Areal an Werdohler Straße: Hochkonjunktur verzögert Baupläne

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Dort, wo einst die Fabrik stand, dehnt sich an der Werdohler Straße nun eine attraktive, innenstadtnahe Fläche aus. 

Neuenrade - Die Fläche an der Werdohler Straße, an der einst die Elektrotechnische Fabrik stand, ist durchaus Gesprächsthema in Neuenrade. Sogar im Bau- und Planungsausschuss thematisierte das der eine oder andere Kommunalpolitiker.

Zuletzt war es Detlef Stägert, Ratsherr der Freien Wählergemeinschaft (FWG) Neuenrade, der dazu eine Anfrage stellte. Bauamtsleiter Marcus Henninger gab bislang regelmäßig die Antwort, dass die Stadtverwaltung – sobald sich da etwas tue – Bescheid geben werde. Denn ohne Zustimmung könne auf der Fläche nichts geschehen. 

Brinkmann genervt über Interesse 

Angesichts des öffentlichen Interesses war Dietmar Brinkmann, Eigentümer des Grundstücks, welcher zudem die alte Brache abreißen ließ, recht genervt. „33 Jahre hat das Objekt da gestanden. Da sind in Neuenrade 100 Leute, die haben mehr Geld als ich und die haben sich nicht gekümmert. Ich habe es genommen“, sagte Brinkmann. 

Das Gebäude der ehemaligen elektrotechnischen Fabrik an der Werdohler Straße wurde 2016 mit großem Aufwand abgerissen.

Er habe die Absicht dort Mehrfamilienhäuser zu bauen. Doch er sehe sich außerstande das kurzfristig umzusetzen. Auf zwei Jahre sei er mit seinem Unternehmen ausgebucht. Er habe eine unwahrscheinlich hohe Nachfrage nach seinen kleinen Bungalows, zwölf bis 14 Stunden arbeite er jeden Tag und das mit 67 Jahren, ihm fehlten zudem Mitarbeiter. Die Älteren würden das Unternehmen peu á peu verlassen, Nachwuchs sei kaum zu bekommen. Wer also Handwerker sei oder handwerklich begabt, möge sich beim ihm melden, er habe jede Menge Arbeit. 

Abriss im Frühsommer 2016

Was nun die Bebauung anbelange, so möge man sich also gedulden, ließ Brinkmann im Gespräch mit dem Süderländer Volksfreund durchblicken. 

Erst im Frühsommer 2016 war das Gebäude der elektrotechnischen Fabrik an der Werdohler Straße abgerissen worden. Gut zehn Wochen benötigten Spezialisten, um die Industriebrache, einst im Besitz von Hellerforth-Immobilien und zuletzt der Vereinigten Sparkasse im Märkischen Kreis, sozusagen besenrein und plan zu übergeben. Der Abriss wurde gutachterlich begleitet. Unkontaminiertes Abbruchmaterial wurde gleich an Ort und Stelle aufbereitet. Zum Einsatz kam großes Gerät. Durchschnittlich fünf Mitarbeiter waren täglich mit dem Abriss beschäftigt.

Von Peter von der Beck

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