Projekt führt Christen und Muslime zueinander

Väter, Mütter und Kinder gestalteten das Abschlussstillleben zum Projekt Deine + Meine = Unsere Arche. - Foto: von der Beck

Neuenrade - Angehende Erzieherinnen sorgten mit ihrem Projekt dafür, dass sich in der katholischen Kindertageseinrichtung Eltern und Kinder unterschiedlichen Glaubens bei einem religiösen Thema näher kamen.

Von Peter von der Beck

Sowohl muslimische als auch katholische Eltern und Kinder befassten sich mit Noah und seiner Arche. Denn, so wussten Lisa Aude und Michaela Maas zu berichten, dass Noah und Co sowohl in der Bibel als auch im Koran vorkommen. Deshalb nannten sie ihr Projekt auch „Deine + Meine = unsere Arche“. Die beiden Schülerinnen des Gertrud-Bäumer-Berufskollegs absolvieren in dem katholischen Kindergarten Unterm Regenbogen ihre Projektzeit. Den Hintergrund zum Projekt erläuterte Lisa Aude: So sei es eben schwierig in einer religiösen Kindertageseinrichtung Christen und Muslime zusammenzubringen, daher hätten sie sich dieses Projekt ausgedacht. Über das zeitlich erforderliche Maß hinaus engagierten sich Aude und Maas, waren vor und nach der Schule in der Einrichtung, bereiteten mit den Kindern viel vor. Abschlusstag war jüngst im Neri-Haus, zu der viele Bezugspersonen aus beiden Glaubenswelten kamen.

Die Kinder konnten mit allerlei Utensilien Blitz, Donner und Regen nachmachen, spielten mit Tiermasken die Besatzung der Arche Noah, zum Schluss konnten die Kleinen mit Hilfe ihrer Mütter oder Väter dann noch einmal ein Stillleben zur Arche Noah gestalten. Klare Sache, dass es für die Mütter und Großmütter (auch einige Väter waren gekommen) reichlich Kaffee und Kuchen gab.

Die beiden angehenden Erzieherinnen waren am Ende zufrieden mit dem Erfolg. Sie werden in der Schule im Rahmen einer Präsentation von dem Projekt berichten. Unterstützt wurden die jungen Frauen vom TT-Markt in Altena, der Teppiche und Gardinen zur Verfügung stellte.

Im Mai sind – nicht nur – für die beiden Neuenraderinnen Abschlussprüfungen, dann geht es nach zwei Jahren schulischer Ausbildung in ein praktisches Jahr und danach dürfen sie sich Erzieherinnen nennen. Die Berufsaussichten für ihren Jahrgang schätzen Maas und Aude gut ein, denn viele etablierte Erziehrinnen würden in Rente gehen.

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