Anwohner packen mit an: Spielplatz wird saniert

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Die Anwohner packten tatkräftig mit an und leisteten die Vorarbeiten zur Spielplatzsanierung.

Neuenrade - Auf dem Spielplatz am Verbindungsweg zum Schütteloher Weg tut sich gerade richtig was. Ein Anwohner war die trostlose Situation leid - und beschloss, die Initiative für eine Sanierung zu ergreifen. Zusammen mit dem Bauamt und vielen Helfern wird der Spielplatz jetzt auf Vordermann gebracht.

„Ich wohne hier seit einigen Jahren und es hat in der ganzen Zeit noch nie ein Kind hier gespielt, obwohl einige in nächster Nähe wohnen. Die einzigen, die sich über diesen Sandkasten freuen, sind die Katzen, wenn sie ihre Notdurft verrichten.“

Anwohner Domenic Troilo war die trostlose Situation mit einem kleinen Sandkasten und einer angerosteten Rutsche inmitten eines kleinen ungepflegten Rasens auf dem Spielplatz am Verbindungsweg zum Schütteloher Weg ein Dorn im Auge. 

„Das geht so nicht weiter, das müssen wir verbessern!“, fand Troilo – und handelte auch. Denn aktuell bringt er den Spielplatz gemeinsam mit weiteren Anwohnern und dem Bauamt auf Vordermann. In Absprache mit Bauamtsleiter sollen Sitzgelegenheit entstehen, der Sandkasten ausgebaut werden und ein modernes Kombi-Spielgerät aufgestellt werden. 

Dazu müssen weit über ein Dutzend Kubikmeter Sand ausgehoben und abtransportiert werden. Für diese Vorarbeit haben Troilo und die Anwohner spontan die Mithilfe der Nachbarschaft angeboten. Die finanzielle Belastung der Stadt liegt deshalb laut Henninger nur im „mittleren vierstelligen Bereich“. 

Helfer waren schnell gefunden

Troilo, der das Projekt gemeinsam mit dem jungen Familienvater Marc Pforr koordiniert, stieß bei der Nachbarschaft auf offene Ohren. „Die Helfer zu finden, war kein Problem“, sagt Troilo. 13 Personen kamen zusammen. Nach drei Arbeitseinsätzen innerhalb einer Woche war die Vorarbeit erledigt. 

Alle Beteiligten zeigten sich im Gespräch glücklich über diese – für Spielplätze – bisher einzigartige Kooperation. Die Stadt profitiert von fleißigen Bürgern, die ihre Arbeit kostenlos anbieten. Die Anwohner wiederum werden zukünftig eine engere Bindung zum Spielplatz aufbauen, an dem sie selbst tatkräftig mitgewirkt haben. „Das ist ein schönes Gefühl, dass wir hier mit angepackt haben für unsere Kinder“, sagt Frank Mollitor, der tonnenweise Sand mitentsorgt hat. 

Kooperation ein Zukunftsmodell

Das neue Spielgerät wurde von der Stadt bereits aufgebaut, die weiteren Arbeitseinsätze sind in Planung. So sind noch bis zu drei Termine der Nachbarschaft geplant, bis die Spielplatz-Sanierung endgültig abgeschlossen ist. Marcus Henninger rechnet „mit einer Fertigstellung bis Ende Mai, sodass der neue Spielplatz pünktlich zum Start der Sommersaison nutzbar ist“. 

Auf die Frage, ob diese Kooperation mit Bürgern ein Zukunftsmodell werden soll, zeigte sich der Bauamtsleiter offen: „Für kreative Ideen sind wir immer zu haben.“

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