Anwohner in Neuenrade kritisieren Bauvorhaben

NEUENRADE – Die Klägergemeinschaft „Am Lokschuppen / Landwehr“ gibt nicht auf. Weitere rechtliche Schritte sollen nun folgen, nachdem das Verwaltungsgericht Arnsberg den Eilantrag auf Baustopp zunächst gestoppt hat und die Klägergemeinschaft dagegen Widerspruch eingelegt hat.

In einer Stellungnahme der Gemeinschaft, die der Redaktion vorliegt, kündigt die Klägergemeinschaft unter anderem zivilrechtliche Schritte gegen den Vorbesitzer des betreffenden Grundstücks und den Bauherrn an. Demnach soll die Einverständniserklärung zur Errichtung des Mehrfamilienhauses und eines Lärmschutzwalles durch den Vorbesitzer erst einem Tag, nachdem dieser den Erbpachtvertrag mit dem neuen Besitzer geschlossen hatte, erfolgt sein.

Die Klägergemeinschaft schreibt in ihrer Stellungnahme: „Wir möchten hier nochmals explizit darauf hinweisen, dass es uns nicht darum geht, eine Bebauung zu verhindern. Es geht um die Größe und Art der Bebauung und darum, wie mit den Bürgern, die in diesem Baugebiet investiert haben, seitens der Stadt Neuenrade umgegangen wurde. Dass die Stadt Neuenrade das letzte Grundstück in diesem Gebiet bebaut haben wollte, ist völlig in Ordnung. Dass man aber eine Bebauung durchboxen will, bei der weder Größe und Art, noch Anzahl der Stellplätze, noch Lärmschutz im Verhältnis zur vorhandenen Bebauung stehen, ist ein Tritt in den Hintern der Anwohner seitens der Stadt Neuenrade, die hier gern alle Verantwortung auf die Baubehörde des Märkischen Kreises abwälzen möchte.“

Vorwürfe gehen auch an Politiker in Neuenrade und an den Bürgermeister: „Eine Abstimmung im Bau- und Planungsausschuss der Stadt über das Vorhaben war nicht gewollt, weil es sonst zu zeitig an die Öffentlichkeit gedrungen wäre. Der Ausschuss kommt sich leider nicht veralbert vor, wenn er über das Bauvorhaben im Wert von circa einer Million Euro selbst nicht entscheiden darf, aber im Nachhinein abstimmt, welche Bäume dafür gefällt werden dürfen. Das Bauvorhaben wurde vom Bauherrn in der Zeitung vorgestellt, als die Baugrube ausgehoben war und sich der erste Unmut in der Bevölkerung regte. Die CDU in Neuenrade und ihr Bürgermeister hat sich mit dieser Art der Stadtentwicklung und der Art und Weise des Umgangs mit den Anwohnern selbst geschadet und bei der Neuenrader Bevölkerung an Ansehen verloren.“ – gör

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