Leerrohr-Verlegung

Bauarbeiten: Anwohner fühlen sich schlecht informiert

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Anwohner der Freiherr-Vom-Stein-Straße haben infolge der Arbeiten Probleme, auf ihre Grundstücke zu kommen.

Neuenrade - Seit vergangener Woche werden im Auftrag der RWE-Tochter Innogy an mehreren Stellen in Neuenrade Leerrohre eingelassen. Für einige Anwohner bringt das Probleme.

Früh am Montagmorgen seien plötzlich die Arbeiter da gewesen und hätten die Pflastersteine vom Gehweg der Neuenrader Freiherr-vom-Stein-Straße entfernt, erklärt ein Anlieger. Ein Grundstück sei dadurch nicht mehr befahrbar gewesen – weder konnten die Bewohner also zur Arbeit fahren, noch in die andere Richtung.

Auf das Problem angesprochen, habe der Inhaber der Baufirma, die die Arbeiten im Auftrag von Innogy durchführt, auf die lokale Berichterstattung verwiesen: Die Baumaßnahme sei in der Zeitung angekündigt worden.

Erst nach diesem Gespräch, sagt der Anwohner, seien Mitarbeiter der Firma von Haus zu Haus gegangen, um die Bewohner zu informieren.

Die Arbeiten wurden in der Zeitung angekündigt

Tatsächlich hat der Süderländer Volksfreund nach einem Hinweis aus dem städtischen Bauamt in seiner Samstagsausgabe über die Maßnahmen berichtet – allerdings ohne konkrete Straßen oder Zeitpunkte zu nennen. Lediglich von „mehreren Stellen im Stadtgebiet“ war dort die Rede.

Nach Auskunft von Wieland Dierks, Pressesprecher des zu Innogy gehörenden Unternehmens Westnetz, wurden die Anwohner nicht im Vorfeld persönlich informiert. In der Regel würden solche Maßnahmen über die jeweilige Kommune kommuniziert, etwa – so wie in diesem Fall – über eine Pressemitteilung.

Westnetz gesteht Fehler ein

„Hier wäre die direkte Kommunikation besser gewesen“, gibt Dierks zu. Ein Anschreiben habe an der Stelle das Mittel der Wahl sein müssen. Westnetz werde aber an dem Kommunikationsproblem arbeiten.

Weil an mehreren Straßen in Neuenrade parallel gearbeitet wird, sei zwar nicht immer vorhersehbar, wann der Bautrupp an welcher Stelle tätig ist. Trotzdem wolle das Unternehmen seinen Informationsfluss gegenüber den betroffenen Anwohnern verbessern.

Das Unternehmen bittet um Verständnis

„Für kurzfristige Beeinträchtigungen der Zufahrtswege bittet Westnetz die Anwohner um Verständnis“, erklärt Dierks. Der geöffnete Straßenbereich werde nach der Leerrohrlegung innerhalb eines Tages verfüllt, um die Beeinträchtigungen zu minimieren.

Von der Baumaßnahme sind nach Angaben von Westnetz derzeit folgende Straßen betroffen: Heerweg, Kantstraße, Bergstraße, Uhlandstraße, Im Wiegei, Freiherr-vom-Stein-Straße und Grünewald.

Es folgen in den nächsten zwei Monaten: Haller Weg, Poststraße, Heckengasse, Kampstraße, Rüterbruch, Neue Mühle, Unterm Glocken, Landwehr, Wemensiepen, Berentrop, Lange Gasse, Am Brunnenbach, Schütteloher Weg, Leopoldweg, Breslauer Straße und Friedrichstal.

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