Anwohner akzeptieren nun die Motte

Die Motte.

NEUENRADE ▪ Es hatte im Vorfeld schon Ärger um die Motte gegeben. Die Anwohner des favorisierten Standortes in Küntrop hatten arge Bedenken. Jetzt scheint das Problem allerdings gelöst.

Angst hatten die Anwohner des Areals, das zwischen Schützenplatz und recht häufig genutzten Sportplatzes gelegen ist, vor allem um ihre Ruhe. Nach Informationen unserer Zeitung haben die Anwohner aber nun den Standort der Motte akzeptiert – unter bestimmten Bedingungen. Dem Prozedere ging allerdings ein ziemlich hoher Aufwand voraus. Die Stadtverwaltung unternahm quasi alles Menschenmögliche, um die Bedenken der Anwohner zu zerstreuen. Und Bürgermeister Klaus Peter Sasse macht das Vorhaben zur Chefsache.

So gab es jüngst einen Ortstermin, bei welchem der Hubrettungswagen der Feuerwehr im Einsatz war. Der wurde auf Mottenhöhe gefahren, sodann konnten die Anwohner sich aus der Kanzel einen Überblick verschaffen. Viele nutzten die Gelegenheit auch. Anschließend wurde im Ratssaal diskutiert. Bürgermeister Sasse sagte demnach verbindlich zu, dass eine Seite der Motte verblendet wird, sodass niemand die anliegenden Grundstücke einsehen kann. Zudem gibt es ein Nutzungskonzept: Von April bis Oktober wird die Burg samstags und sonntags geöffnet sein. Pro Wochenende rechnet man mit rund 30 Besuchern und zusätzlichen 15 bis 18 Fahrbewegungen pro Wochenende. Sondertermine für Schulklassen sind möglich. Insgesamt soll in Zusammenarbeit mit der Schützenbruderschaft die gesamte Verkehrs- und Parkplatzsituation insbesondere bei Großveranstaltungen verbessert werden (wir berichteten). So ist geplant, durch bauliche Steuerung das Parkverhalten am Schützenheim zu steuern und die Situation für die Anwohner weiter zu verbessern.

Dass sich dort ein sozialer Brennpunkt entwickeln könne, sieht die Verwaltung nicht. Das Objekt wird eingezäunt, ein Zugang ist nur mit zwei Begleitern möglich möglich.

Die Motte ist am Montag dann noch Thema. Im nicht-öffentlichen Teil des Bauausschusses. ▪ Peter von der Beck

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