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Freibadparkplatz bleibt frei von Photovoltaik

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Von: Peter von der Beck

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Das Badevergnügen mit warmem Wasser im Freibad Friedrichstal soll auch mithilfe von Photovoltaik erhalten bleiben.  Doch aufgeständerte Solarplatten wird es nicht auf dem Freibadparkplatz geben.
Das Badevergnügen mit warmem Wasser im Freibad Friedrichstal soll auch mithilfe von Photovoltaik erhalten bleiben. Doch aufgeständerte Solarplatten wird es nicht auf dem Freibadparkplatz geben. © von der Beck, Peter

Der Antrag der Bündnisgrünen, den Freibadparkplatz mit Photovoltaik-Anlagen auf Ständern zu bestücken und auch die westliche Liegefläche mit einzubeziehen, lässt sich so nicht realisieren.

Neuenrade – Das ist eines der Ergebnisse der Potenzialanayse städtischer Gebäude durch das Ingenieur-Büro Reglas.

Zu viel Verschattung durch angrenzende Bäume

Das Büro hatte sich alle städtischen Gebäude und angrenzende Flächen im Hinblick auf das Photovoltaik-Potenzial angeschaut (wir berichteten). Dazu gehörte eben auch das Freibad. Ingenieur Martin Denz verwies dabei auf die Verschattung des Parkplatzes. Demnach gebe es kein Potenzial wegen der angrenzenden Bäume, die bei unterschiedlichen Sonnenständen für zuviel Schatten sorgen würden. Dadurch sei die Nutzung dort nicht wirtschaftlich. „Das würde ich nicht empfehlen.“

Andere Optionen auf Freibadgelände

Alternativ müssten die Bäume gestutzt oder gefällt werden. Das kam für die Bündnisgrünen nicht in Frage. Denz verwies dafür noch auf die Ausstattung der Freibadgebäudefassade mit Photovoltaikplatten. Außerdem gebe es noch die Möglichkeit, Platten auf einer kleineren Fläche neben dem Gebäude aufzubringen. „Auch mit einer Freiflächenanlage können wir 38 Kilowattstunden realisieren“, sagte Denz.

Aggressive Chlorluft nichts für Wärmepumpen

Der Antrag der Bündnisgrünen ist daher nicht ganz vom Tisch. Auch hatten die Grünen den erneuten Einsatz von Wärmepumpen für das Freibad Friedrichstal in diesem Antrag angeregt. Doch mit Wärmepumpen am jetzigen Einsatzort ist es wohl schwierig, weil die aggressive Chlor-Luft im Freibadkeller den Pumpen nicht gut tue, wie es aus den Reihen der Stadtverwaltung hieß.

Antrag fließt in Machbarkeitsstudie zur technischen Freibadsanierung ein

Den Antrag der Grünen wollten auch die anderen Fraktionen im Hinterkopf behalten, erklärten sie im Ausschuss für Umwelt, Klima, Nachhaltigkeit und Forsten. Zudem soll er bei einer Machbarkeitsstudie zur technisch-energetischen Sanierung des Freibades mit berücksichtigt werden. Das Gutachten wird gerade erstellt.

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