Anträge per Handy stellen: Neuenrader Bürgerportal wird viel genutzt

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Im Bürgerportal auf der Homepage der Stadt Neuenrade können die Einwohner unter anderem einen Antrag auf den sogenannten Windelzuschuss stellen.

Neuenrade - Die Termine der Müllabfuhr erfahren, Prospekte anfordern oder Anträge einreichen – all das ist über das Bürgerportal der Stadt Neuenrade auch im Internet möglich. Vor allem ein Service ist der Renner.

Und da das sogenannte E-Government einfach in der Handhabung ist, nutzen es die Neuenrader auch fleißig, wie Frank Mollitor erzählt. 

Der EDV-Systembeauftragte der Stadtverwaltung beobachtet einen Anstieg der Nutzerzahlen. „Grade die Geschichte mit den Windeln oder das An- und Abmelden für die Hundesteuer wird sehr häufig genutzt“, weiß er. Während Hunde natürlich auch vor Zeiten des Bürgerportals angemeldet werden mussten, steige die Zahl der Anträge auf Windelzuschüsse sogar insgesamt an. „Es ist den Leuten bekannter geworden und durch den Antrag im Internet auch mittlerweile so einfach“, erklärt Mollitor. Pro Monat würden mehrere Anträge über das Portal gestellt werden. 

Gearbeitet wird an Bezahlservices

Und für die Stadt Neuenrade ist mit dem derzeitigen Angebot im Internet noch lange nicht Schluss. Aktuell wird an Bezahlservices gearbeitet, in Zukunft sollen zum Beispiel auch die Melderegisterauskunft und Beurkundungen des Standesamts online verfügbar sein. 

Laut Mollitor macht es allerdings keinen Sinn, alle Funktionen des Rathauses im Internet zugänglich zu machen. „Wie oft braucht man denn zum Beispiel ein polizeiliches Führungszeugnis?“, fragt er. Über das Bürgerportal gelangt man dennoch auf die Seite des Bundesamtes für Justiz, wo das Zeugnis beantragt werden kann. Nötig ist dafür allerdings der neue elektronische Personalausweis mit freigeschalteter Online-Ausweisfunktion, kurz E-Perso. 

Auch bei vielen anderen geplanten Funktionen des Bürgerportals sind Menschen mit dem E-Perso im Vorteil. Dieser kann nämlich laut Mollitor die persönliche Unterschrift bei Anträgen ersetzen. Die neuen Möglichkeiten sollen im Laufe des Jahres freigeschaltet werden. Um die elektronische Verwaltung zu fördern, wurde 2013 sogar ein Gesetz eingeführt (siehe Infokasten). Demnach sind Behörden verpflichtet „einen Zugang für die Übermittlung elektronischer Dokumente, auch soweit sie mit einer qualifizierten elektronischen Signatur versehen sind, zu eröffnen“ (EGovG, § 2, Absatz 1). „Verfahren die normalerweise in Papierform im Rathaus gemacht werden, ohne dass sich der Antragsteller persönlich vorstellen muss, sollen alle auch online möglich sein“, erklärt Mollitor das Ziel. 

Viele Nutzer kommen über mobile Endgeräte 

Den Hund per Handy anzumelden, scheint bald keine Seltenheit mehr zu sein. Bereits jetzt steigt die Zahl der Nutzer, die das Bürgerportal über ein mobiles Endgerät nutzen, rasant an, wie Frank Mollitor weiß. 

Für die Darstellung der Internetseite ist das kein Problem: Das „responsive Design“ der Homepage passt sich dem jeweiligen Gerät – Handy, Laptop oder Tablet – automatisch an. „In der mobilen Ansicht gibt es dann zum Beispiel etwas weniger Bilder“, erklärt Mollitor. Für die zukünftige Entwicklung des E-Governments sei die Stadt Neuenrade bestens vorbereitet.

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