Der neue Bürgermeister heißt Antonius Wiesemann

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Bernhard Peters und Antonius Wiesemann – sie gehen mit einem Händeschütteln auseinander.

Neuenrade - Mehr als 80 Prozent der Neuenrader Wähler votierten für Toni Wiesemann, darüber hinaus bescherten sie der CDU ein Plus von 4, 5 Prozent, der SPD ein Plus von gar 5 Prozent und der FWG verpasste die Neuenrader Wählerschaft vier Prozent Verlust. Die Freie Wählergemeinschaft büßte damit sogar zwei Sitze ein.

Doch auch die kleinen Parteien mussten Federn lassen. Sowohl die FDP als auch die Bündnisgrünen errangen nur einen Sitz und verloren damit ihren Fraktionsstatus. Das hat Konsequenzen für die Ausschussarbeit. Die kleinen haben keine Ansprüche darauf in den Ausschüssen vertreten zu sein, verlieren wichtige Informationsquellen und weniger Geld für die Kasse gibt es auch. Alle Parteien sind zwar weiterhin im Stadtparlament vertreten, doch die politische Mitarbeit für die kleinen Parteien wird nicht einfacher.

CDU-Chef Torsten Schneider wertete das Ergebnis der CDU von 61,6 Prozent auch als Lohn für die jahrelange kontinuierliche Arbeit der Konservativen in Neuenrade – auch außerhalb des Wahlkampfes. Das Ergebnis zeige auch, dass die Mitglieder der Partei, zum Teil Ur-Neuenrader, mit der Stadt verwurzelt seien. „62 Prozent – das ist ein bärenstarkes Ergebnis“, betonte Schneider.

Bedröppelt reagierten die FWG-Vertreter auf das Ergebnis von nur 13,3 Prozent. Bürgermeisterkandidat und FWG-Vorsitzender Bernhard Peters war zwar angetan davon, dass sein Ergebnis über dem der Partei lag, hatte aber keine Erklärung für die nicht unerheblichen Verluste der FWG, die nun mit zwei Sitzen weniger im Rat vertreten ist. „Die gute Arbeit der FWG hat sich nicht in Stimmen widergespiegelt“, sagte der stellvertretende FWG-Vorsitzende, Detlef Stägert.

Sichtlich zufrieden zeigte sich SPD-Chef Thomas Wette. Nach dem Einbruch bei der Wahl 2009, haben sich die Sozialdemokraten zurückgekämpft. „Mit viel Arbeit haben wir das Ergebnis von 2004 wieder erreicht – und damals war noch eine Partei mehr im Rennen“, verdeutlichte Wette den Wert der erreichten 18,1 Prozent.

Tapfer zeigten sich die Grünen: „Obwohl wir nicht alle Wahlbezirke besetzen konnten, haben wir trotzdem noch einen Sitz im Rat – und darauf sind wir stolz“, ließ Dietrich Maurer keine Verzweiflung durchscheinen. Für ihn sei aber an dieser Stelle nach 30 Jahren in der Politik Schluss.

Auch die FDP gab sich kämpferisch. „Wir sind im Rat vertreten, das ist wichtig“, stellte Claudia Kaluza klar. „Wir haben gekämpft bis zum Schluss und werden auch weiterhin mit Leidenschaft und ohne Eigeninteresse Politik für die Neuenrader machen – wir sind da.“ Bleiben noch die Kommentare der Bürgermeister. Antonius Wiesemann hielt sich da zurück, sagte noch einmal, dass er sehr sehr zufrieden sei, nicht mit dem Ergebnis gerechnet habe. „Ich bedanke mich bei den Neuenradern, dass sie mir so ein Votum gegeben haben. Ich muss das erst einmal sacken lassen“. Klaus Peter Sasse, scheidender Bürgermeister , sagte: „Trotz meiner Neutralitätspflicht darf ich persönlich sagen, dass der Ausgang dieser Wahl mir den Abschied leichter macht!“ - von Peter von der Beck und Laila Weiland

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