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Nur 41 Anmeldungen für die Hönnequell-Schule

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Die Hönnequell-Schule: Bestens ausgestattet, moderne Unterrichtsmethoden, junge Lehrerschaft, direkt am Ort – dennoch blieben die Anmeldezahlen für das Schuljahr 2018/2019 weit hinter den Erwartungen zurück.

Neuenrade - Nur 41 Kinder wurden für das kommende Schuljahr an der Hönnequell-Schule angemeldet. Das dürfte auch Einfluss auf die Zahl der Klassen haben.

Mit dieser Zahl können im Schuljahr 2018/19 nur zwei Klassen gebildet werden. Bislang war immer bequem die Dreizügigkeit erreicht worden.

Jörg Leiß, didaktischer Leiter der Schule, war am Mittwoch not amused. Mit rund 60 Schülern hätte die Schule dann doch kalkuliert, ließ Leiß durchblicken. Und angesichts von 109 Grundschulabgängern in Neuenrade und Altenaffeln sei das sicher nicht zu hoch kalkuliert gewesen.

Die Schule müsse eben nun Ursachenforschung betreiben und gemeinsam mit der Stadtverwaltung müsse man schauen, was da zu machen sei, sagte Leiß auf Nachfrage. Denkbar seien Informationsveranstaltungen direkt an der Grundschule. Einen ersten Erklärungsversuch hatte Leiß. Möglicherweise würde der Schulstandort Niederheide immer noch mit Hauptschule assoziiert.

Wo sind all die Schüler geblieben?

Wo nun all die Schüler geblieben sind, lässt sich ad hoc nicht sagen, weil beim Großteil der weiterführenden Schulen der Umgebung die Anmeldeverfahren noch laufen oder noch nicht ausgewertet wurden: Am Burggymnasium in Altena gibt es am Freitag noch eine Anmeldemöglichkeit.

Auch an den Werdohler Schulen gibt es erst zum Wochenende konkrete Zahlen. Am Albert-Schweitzer-Gymnasium in Plettenberg waren gestern auch noch keine Zahlen zu bekommen.

Viele wollen anscheinend aufs Gymnasium

So blieb denn auch die Frage, welche anderen weiterführenden Schulen wohl die übrigen 69 Grundschulabgänger besuchen, zunächst Spekulation. So hieß es unter anderem, dass ein ganzer Schwung Schüler sich für das Plettenberger Gymnasium entschieden habe. Wie auch immer: Die Möglichkeiten sind vielfältig.

Awerd Riemenschneider, Leiter der Burgschule und der Altenaffelner Dependance (jener Grundschulen aus denen die Fünftklässler für die Hönnequell-Schule rekrutiert werden), zeigte sich ebenfalls überrascht von den Zahlen. „Schade, dass nur so wenige dieses ortsnahe Angebot wahrnehmen.“

Die Verwaltung zeigt sich geschockt

Durchaus geschockt war man in der Verwaltung. Dort kann man sich die aktuelle Situation auch nicht erklären. Zumindest am Einsatz des Schulträgers für die Schule könne es nicht liegen. Enorme Summen wurden und werden in die Infrastruktur der HQS investiert, hieß es.

Frank Staffel, der stellvertretende Hauptamtsleiter, sagte auf Nachfrage: „Wir müssen uns mit der Schule zusammensetzen und in Ruhe die Situation analysieren.“

Von Peter von der Beck

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