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Angsträume sollen verschwinden: HQS-Schulhof wird für 834.000 Euro neu gestaltet

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Von: Michael Koll

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Schulleiterin Eva Päckert steht auf dem Schulhof der Hönnequell-Schule. Dieser wird aufgehübscht. Unter anderem soll an vielen Stellen der Asphalt aufgebrochen und durch Grün ersetzt werden.
Schulleiterin Eva Päckert steht auf dem Schulhof der Hönnequell-Schule. Dieser wird aufgehübscht. Unter anderem soll an vielen Stellen der Asphalt aufgebrochen und durch Grün ersetzt werden. © Koll, Michael

Im Jahr des zehnjährigen Bestehens „ihrer“ Schule freut sich Eva Päckert, Leiterin der Hönnequell-Schule (HQS), darauf, dass es nun bald losgeht mit der Neugestaltung der Schul-Außenanlagen. Insgesamt 834 000 Euro sollen investiert werden in den kommenden zwei Jahren.

Die Rektorin steht auf dem Schulhof und zeigt auf den Bereich um sie herum: „Das ist viel versiegelte Fläche – und alles ist grau in grau hier“, findet sie wenig Lob für den derzeitigen Zustand des Schulhofs. „Und wenn es zum Abend hin dunkel wird“, fährt sie fort, „entstehen Angsträume – auch für Besucher der Bücherei oder Nutzer der benachbarten Turnhallen und des Hallenbades.“

Päckert kann es also kaum erwarten, dass genau diese Punkte angegangen werden sollen. Teilweise werde die Asphaltdecke aufgebrochen. Mehr Platz für Grün soll damit geschaffen werden. Der restliche Schulhof soll mit Farbe aufgehübscht werden. Der Verlauf der Hönne soll passend zum Schulnamen dort später zu sehen sein. Und rund ums Schulgelände werde außerdem ein neues Beleuchtungskonzept umgesetzt – „mehr Licht für ein freundlicheres Ambiente“.

Schüler verbringen viel Zeit auf dem Pausenhof

Päckert weiß: „Die Schüler verbringen an langen Schultagen auf dem Pausenhof 90 Minuten ihres Tages.“ Auch an Wochenenden und in den Ferien werde das Gelände gerne und viel von Jugendlichen genutzt – nicht zuletzt aufgrund der Anbindung zum Jugendzentrum.

Die Planungen wurden jüngst erstmals öffentlich vorgestellt.
Die Planungen wurden jüngst erstmals öffentlich vorgestellt. © Steiner/Stadt Neuenrade

Zwar ist in den vergangenen Jahren bereits viel geschehen. Dank des HQS-Fördervereins wurden so vor vier Jahren von der Schülerschaft angeregte Hängematten vor der Aula installiert. Doch zu tun bleibt weiterhin eine Menge. Doch nicht allein die Wünsche der Schüler wurden bei den Planungen ins Blickfeld gerückt. Die Mädchen und Jungen wünschten sich für den Pausenhof einen hohen Spielwert. Die Lehrer hatten vielmehr einen Lebens- und Unterrichtsraum im Blick. Die Eltern erhofften sich mehr Grün. Und die Stadt schließlich brachte Arbeitsfläche für die Feuerwehr und Parkfläche bei Veranstaltungen ins Gespräch.

Es fließen Fördergelder

Fördergelder des Programms zur Integrativen städtebaulichen Entwicklung (ISEK) unterstützen nun die Umsetzung der Entwürfe, die das Bauamt der Stadt mit der Firma Hoberg-Klute sowie dem Planungsbüro Finger erarbeitet hat. Für die Arbeiten in den Jahren 2022 und 2023 gibt es jeweils 103 500 Euro – zusammen also 207 000 Euro, teilt Stadtsprecherin Annabel Steiner auf Nachfrage der Redaktion mit. Die insgesamt benötigten Mittel – in diesem Jahr 485 000 Euro, für kommendes Jahr noch einmal 349 000 Euro – sind im Haushalt eingeplant, ergänzt sie.

Schulleiterin Päckert erläutert weitere Details des Renovierungsplans: „Es werden mehr Sitzmöglichkeiten geschaffen. Schattenspendende Bäume werden gepflanzt und Ruheoasen – mit Pflaster, Hecken und Gräsern – laden künftig zum Verweilen ein.“

Mülltonnen werden aus dem Blickfeld entfernt

Abgerundet wird all dies mit Fahrradständern, die dann auch vom Gebäude aus einsehbar sein sollen. Päckert fügt an: „Dafür werden aus optischen Gründen die Mülltonnen aus dem Blickfeld entfernt. Außerdem wird durch diese Maßnahme die Brandgefahr reduziert, weil die Tonnen dann weiter vom Schulgebäude entfernt stehen.“

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