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Andrang sonst nicht zu schaffen: Arzt bietet offenen Impftag an

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Von: Peter von der Beck

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Der Hausarzt und Internist Dr. Guido Heidrich-Meisner noch an seiner alten Wirkungsstätte. Inzwischen residiert er mit seiner Praxis im Neubau Hinterm Wall am Wall-Karree.
Der Hausarzt und Internist Dr. Guido Heidrich-Meisner noch an seiner alten Wirkungsstätte. Inzwischen residiert er mit seiner Praxis im Neubau Hinterm Wall am Wall-Karree. © von der Beck, Peter

Dr. Guido Heidrich-Meisner und sein Team haben in diesen Tagen mehr als genug zu tun. Nicht nur, dass sie die für eine Hausarztpraxis üblichen Krankheitsfälle behandeln, sie verteilen auch fleißig Impfstoff

„Impfen, impfen, impfen ist die Devise“, sagt Heidrich-Meisner. Rund 70 Impf-Shots gegen Corona wurden allein in der vergangenen Woche in der neuen Praxis am Wall-Karree verabreicht, erläutert der Mediziner. Er betont: „Nebenbei kommen noch weitere 40 bis 50 Impfungen für andere Krankheiten in Frage.“ Das alles erledige man neben dem üblichen Geschäft.

Rechnet man mit allem Drum und Dran pro Impfung 15 Minuten, so kommt man auf 17,5 Stunden Aufwand – das ist schon enorm. Die Vorplanung sei dabei nicht immer einfach. Manchmal stehe ein Termin endlich, dann werde dieser vom Patienten abgesagt, weil er sich plötzlich in einem Impfzentrum hat boostern lassen. Ärgerlich sei das, wenn deshalb die Impfdosis möglicherweise verkomme.

Offener Impftag am 4. Dezember

Die Arztpraxis stößt bei der massiven Nachfrage nach Booster-Impfungen an die Grenzen. Daher machen Heidrich-Meisner und Team ein besonderes Angebot. „Wir bieten für Samstag, 4. Dezember, einen offenen Impftag an. Sonst ist der Andrang nicht zu schaffen.“ Von 10 bis 16 Uhr ist die Praxis an diesem 2. Adventssamstag geöffnet. Dr. Guido Heidrich-Meisner betont ausdrücklich, dass an diesem Tag jeder geimpft werde, der für die Auffrischung in die Praxis komme: „Das ist etwas Wichtiges. Wer kommt, der kommt.“

Der überwiegende Teil der Personen, die momentan zum Hausarzt zum Impfen kommen, wolle geboostert werden, sprich die dritte Corona-Schutzimpfung erhalten. Menschen, welche keine Impfung wollen oder skeptisch sind – auf die treffe der Mediziner aber nach wie vor immer wieder. „Da haben so viele falsche Vorstellungen, das ist schon ermüdend manchmal.“ Dass diese Personen kursierenden Falschmeldungen oder Gerüchten zum Opfer fallen, schiebt Heidrich-Meisner zum Teil auf mangelnde Medienkompetenz im Umgang mit den sozialen Netzwerken. Der Mediziner fragt dann immer nach der Quelle für die Information, was häufig zur Entlarvung der Falschmeldung führe.

Nicht glücklich mit den Infos von den offiziellen Stellen

Hinzu komme eine Flut von Nachrichten aus allen möglichen Quellen. Heidrich-Meisner ist auch nicht ganz glücklich mit den Nachrichten von den offiziellen Stellen. „Da kommt montags die Nachricht von der Kassenärztlichen Vereinigung, dass man frühestens nach sechs Monaten boostern soll.“ Freitags dann, empfehle man die Impfung nach dem fünften Monat. „Wir versuchen uns danach zu richten. Ich kann an der Stelle nur sagen: Ich impfe alle, die kommen.“

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