Pandemie in den Schulen

Routine mit dem Lockdown

Coronaselbsttests werden in der Schule nun zur Pflicht.
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Coronaselbsttests werden in der Schule nun zur Pflicht.

Neuenrade – Die Leitungen der Neuenrader Schulen kann inzwischen nichts mehr schocken. Sie wissen mit jeder Situation umzugehen: Ob Präsenz ja oder nein, Wechsel- oder Distanzunterricht. Das Schulsystem erweist sich inzwischen als höchst flexibel. Und so bleiben die Schulleiterinnen und der Manager der Waldorfschule Neuenrade gelassen.


Klaus Giljohann verweist auf die umfassenden Erfahrungen, was den Unterricht auf Distanz betrifft. Vor Ort seien ab Montag nur die Jahrgänge, welche mit anstehenden Abschlussprüfungen zu tun haben, einschließlich der Abiturienten der Schule. Ansonsten bleibe eben der Stundenplan, wie er vor den Osterferien auch gegolten habe, zudem gebe es die Notbetreuung.

Was die erforderlichen Selbsttests anbelangt, so hat man in der Schule vor den Ferien noch getestet und habe genug Material da. Neu ist dabei die Verpflichtung zum Test. Da gebe es ähnlich der landesweiten Quote einen Anteil, der dagegen Widerspruch einlege. Das seien 10 bis 15 Prozent. Klar sei: Ohne Test keine Teilnahme am Präsenzunterricht.

Konzept für positiv getestete Kinder

Wenn demnächst je nach Infektionsgeschehen die Schule auch für die Kleinen der Klassen 1 bis 6 wieder geöffnet werde, dann könne es auch knifflig werden. Sechsjährige seien motorisch zum Teil noch nicht so weit, dass sie sich selbst testen könnten. Lehrer dürften nicht helfen, „weil sie sich dann der Körperverletzung schuldig machen könnten“, sagte Giljohann. „Es stellt sich die Frage, was denn passiert, wenn ein Kind positiv getestet wird. Wir haben dafür ein Konzept.“ An der Waldorfschule setze man auf Information aller Schüler, um eine Stigmatisierung entgegenzuwirken, das Kind bekomme zudem eine Lehrkraft an die Seite gestellt und werde gesondert betreut. Gottlob habe es noch keinen Positivfall beim Selbsttest gegeben. Eine Alternative wäre für ihn, wenn es möglich wäre, dass die Kinder zuhause von den Eltern getestet würden. Bleibt noch der Hinweis auf die Angestellten. In der Hönnequell-Schule seien derzeit gut zwei Drittel des Personals geimpft. Nicht jeder wolle sich allerdings impfen lassen, sagte Giljohann.

Jennifer Krause, Konrektorin der Gemeinschaftsgrundschule Neuenrade und das Lehrerteam sind für die Nicht-Öffnung und den Distanzunterricht gewappnet. Da zeige man entsprechende Flexibilität. Die Kollegen müssen wieder umplanen, denn Distanzunterricht müsse ganz anders konzipiert sein. Man habe ohnehin die bisherigen Konzepte nun evaluiert. Ab der übernächsten Woche, wenn Distanzlernen weiter nötig sei, gebe es auch täglichen Videounterricht. „An der Schule sind wir digital auch sehr ordentlich ausgestattet. Alle Kinder haben nun ein Endgerät.“ Jenniffer Krause hofft natürlich, dass demnächst – abhängig vom Infektionsgeschehen – wieder Präsenzunterricht möglich sein werde. Denn für die Kinder sei Distanzunterricht nicht so zufriedenstellend. Aber man sei bei allem weisungsgebunden.

Erfolgreich erprobte Konzepte an der HQS

Auch um die Notbetreuung an der Schule muss sich die Grundschulleitung kümmern. Erfahrungsgemäß seien das um die 60 Kinder, entsprechend verteilt auf die beiden Standorte. Was Selbsttests anbelangt, so gibt es für die Schule eine entsprechende Lieferzusage.

Selbsttests – damit hat man an der weiterführenden Hönnequell-Schule noch kein Problem. Wie Schulleiterin Eva Päckert mitteilte, hat auch sie Lieferversprechen erhalten. Zudem hat die Schule noch Restbestände aus der Vor-Osterzeit. Die können gleich am Montag genutzt werden, wenn die Abschlusskandidaten in die Schule kommen würden. Es gebe Eltern, die gegen die Testung Widerspruch eingelegt hätten, nun aber sei ja der Test verpflichtend und ohne Test müsse auf Distanz unterrichtet werden. Es sei aber auch möglich, einen Bürgertest aus den örtlichen Teststellen vorzulegen, sagte Päckert. Ansonsten habe die Hönnequell-Schule ja die erfolgreich erprobten Konzepte. „Die Zehner sind vertraut mit dem bewährten Vorgehen und den geteilten Gruppen,“ sagte Eva Päckert. Dabei gebe es nun nicht mehr viel zu organisieren.

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