Amüsanter Abend mit Top Anekdoten

Es war sichtlich ein amüsanter Abend für die altgedienten Funktionsträger. - Fotos: Jentzsch

NEUENRADE -  Ehemalige Könige, Fahnenträger, Offiziere, Gruppenführer und Kompaniechefs der Neuenrader Schützengesellschaft trafen sich auf Initiative von Dieter Raphael und Wilhelm Dickehage am Donnerstagabend erstmals in lockerer Runde in der Gaststätte Im Kohl. Ebenfalls nahmen einige aktuelle Verantwortungsträger der Grünröcke an dem Treff teil, wie zum Beispiel der Gesellschaftsvorsitzende Ralf Magiera und der Unterstadt-Kompaniechef André Jürgens.

Einmal im Jahr könne man so ein Event für die ehemaligen Uniformträger planen, drückten sich Raphael und Dickehage im Vorfeld aus und waren positiv überrascht, dass rund 20 Ehemalige zur Premiere erschienen waren. Dass den Schützen nie der Gesprächsstoff ausging, dürfte klar sein. „Schöne Zeiten“ hatten sie alle erlebt und frischten einige Geschichten aus vergangenen Tagen auf.

Wie „Ede“ Lengelsen seinen nervigen Thekennachbarn mit einer Geraden zum Kinn auf die Planken des Schützenzeltes schickte, ist unvergessen. Dass der Zaun am Wall nach anstrengenden Stunden im Zelt nicht nur zum Entlasten der Blase tauge, sondern auch ein beliebter Platz für sich gern habende Paare sei, gab ein Schütze zum Besten. Sehr schön war auch die Anekdote vom Reiter ohne Pferd. Der musste im Festzug ohne seinen Vierbeiner auskommen und in kompletter Reitmontur mitmarschieren, weil sein Gaul an einem Turnier teilnahm.

Auch Karl-Heinz Weber wusste einige Anekdoten zu berichten. Er wirkte unter anderem tatkräftig an der Schießanlage mit und erinnerte sich an einen Arbeitseinsatz. 15 Mann, eine Schippe und eine Hacke. Am nächsten Samstag sollte es besser sein. Schippen und Hacken waren in rauen Mengen besorgt worden, aber nur drei Mann erschienen – wieder Pech gehabt. Oder: „Du sollst auch mal auf einem Pferd sitzen“, hatten die Verantwortlichen Dieter Raphael gesagt. Warum allerdings alle Kinder entlang der Straße immer „Hallo Anton“ riefen, konnte er sich nicht erklären. Erst als ihm mitgeteilt wurde, dass er auf Anton, dem Küntroper Schulpferd sitzen würde, klärte sich die Lage. „Damals ging es noch zur Sache – anders als heute“, waren sich die Ehemaligen einig und erinnerten sich an rappelvolle Schützenzelte und unendlich viele Geschichten mit grün-weißer Einfärbung.

Den Abend fanden alle so gelungen, dass künftig immer fünf bis sechs Wochen vor dem Fest eine derartige Zusammenkunft stattfinden soll.

Von Markus Jentzsch

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