Konkrete Forderungen

Neuenrades Altstadt soll attraktiver werden

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Das Straßenpflaster ist einer der Hauptkritikpunkte der Altstadtgemeinschaft.

Neuenrade - Wenn die Politik über die Ikek- und Isek-Projekte berät, dann soll auch die Altstadt Berücksichtigung finden. Das fordert die Altstadtgemeinschaft – und stellt konkrete Forderungen.

Ziel sei es, „dass dieses Quartier adäquat erhalten wird“. Mittlerweile wirke die Altstadt verwahrlost, nur noch Kleinigkeiten würden instand gesetzt. Die Mitglieder des Vereins sehen die Altstadt als „Keimzelle der modernen Stadt Neuenrade“ und wollen deren Attraktivität erhöhen.

In einer Präsentation, die einem Brief an die Ratsmitglieder beigefügt ist, richten die Mitglieder Forderungen an die Politik:

Straßenpflaster

Aufgrund schlechter Verarbeitung sei der Untergrund wasserundurchlässig. Bei Frost würden deshalb „einzelne Steine hochgedrückt, welche zu gefährlichen Stolperkanten werden“. Außerdem sei ursprünglich nicht einkalkuliert worden, dass schwere Müllfahrzeuge durch die Altstadt fahren würden. Deshalb müsse der gesamte Untergrund erneuert oder verändert werden.

Verkehrsführung

Vor 25 Jahren seien die Straßen und der Brunnenplatz modernisiert worden. Seitdem hätten sich aber sowohl das Verkehrsaufkommen als auch die Anforderungen an Wirtschaft und Handel geändert. Deshalb sei „die Konzeption der Altstadtstraßenführung nicht mehr zeitgemäß“.

Die gesamte Altstadt ist als verkehrsberuhigter Bereich ausgewiesen. Die Schilder seien überwiegend auf der falschen Seite angebracht oder schwer einsehbar. Wünschenswert sei es darüber hinaus, zu einer Einbahnstraßenregelung zurückzukehren und die Altstadt zwischen 18 und 6 Uhr mit Pollern zu schließen.

Parken

In Anbetracht der immer größer werdenden Pkw kritisiert die Altstadtgemeinschaft, dass nur sechs Parkbuchten entsprechend vergrößert wurden. Fahrradparkplätze beziehungsweise E-Bike-Ladestationen sollen das Angebot erweitern.

Brunnenplatz

Das auch Bürgermeister-Schmerbeck-Platz genannte Areal empfinden die Mitglieder der Altstadtgemeinschaft als „ziemlich verwahrlost“: Die Gestaltung sei nicht mehr zeitgemäß, die Sitzgelegenheiten unattraktiv, viele Bäume seien eingegangen. Die Reinigung sei ungenügend.

Der Brunnen mache eine Nutzung für Veranstaltungen schwierig. Deshalb wird in der Präsentation eine andere Lösung, wie etwa versenkte Wasserdüsen, für den Brunnen vorgeschlagen. „Ideen sind genug vorhanden.“

Freizeitangebote

Verwahrlost und unattraktiv seien auch Spielplatz und Schaukelmöglichkeiten in der Altstadt. Weil viele Kinder in der Altstadt wohnen, wird eine Umgestaltung etwa mit einem Spielhaus, Klettermöglichkeiten oder einer Tischtennisplatte vorgeschlagen. Außerdem soll ein kleiner Bolzplatz angelegt werden.

Ein „Geschichtspfad“ durch die Altstadt in Verbindung mit einer Stadtführung und einem Besuch im Stadtmuseum könne „belebend für die Gastronomie und die ganze Stadt sein“.

Baurecht

Gefordert wird eine Neufassung der mittlerweile aufgehobenen Gestaltungssatzung, die „die historischen Gegebenheiten mit den modernen Erfordernissen an Wohnen in Einklang“ bringen soll. Diese soll etwa Mindestabstände bei Neubauten, aber auch deren Einbettung in die bestehenden Gebäude regeln. Hinzukommen soll ein Förderprogramm zur Fassadenrenovierung.

Mülltonnen

Die vor 25 Jahren geschaffenen, einheitlichen Sichtschutzumbauten für Mülltonnen seien größtenteils nicht mehr vorhanden. Deshalb regt die Altstadtgemeinschaft Fördergelder an, die die Bürger motivieren könnten, es sich selbst dadurch „netter“ zu gestalten.

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