Altstadt-Sanierung: FWG fordert Barrierefreiheit

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So sieht es derzeit an vielen Stellen in der Altstadt von Neuenrade aus: das Pflaster ist häufig locker und hat Kanten.

Neuenrade - Im Zuge der geplanten Sanierung und Modernisierung der Neuenrader Altstadt, einem der Isek-Projekte in der Hönnestadt, fordert die Freie Wählergemeinschaft (FWG) barrierefreie Gehwege, um diese auch mit Kinderwagen, Rollatoren und Rollstühlen gut befahren und begehen zu können.

Einen entsprechenden Antrag reichte Fraktionsvorsitzender Bernhard Peters mittlerweile bei der Stadtverwaltung ein. 

„Das Pflaster in der Altstadt ist in die Jahre gekommen; dies konnten die Mitglieder aller Parteien, aus Rat und dem Bau-, Planungsausschuss und Stadtentwicklung bei einigen gemeinsamen Begehungen schon begutachten. Dabei fallen immer wieder die breiten Fugen der Pflasterung ins Auge, die eine gute Begehung – je nach Schuhwerk – nicht wirklich zulässt. Bei der Befahrung mit einem Kinderwagen werden die Kleinkinder kräftig durchgeschüttelt“, heißt es in der Begründung des FWG-Antrags. 

Handlungsbedarf durch Inklusion

Bei der jährlichen Besprechung zur Barrierefreiheit im Jugendzentrum wurde im Mai darauf hingewiesen, dass das Kopfsteinpflaster von Rollstuhlfahrern schwer zu überwinden sei (wir berichteten). „Dies gilt auch für Menschen, die einen Rollator benutzen. Allein unter Berücksichtigung der Inklusion ist hier Handlungsbedarf“, schreibt die FWG weiterhin. 

So wie hier in der polnischen Stadt Torun, die Bernhard Peters 2016 besuchte, stellt sich die FWG eine mögliche Gehweglösung auch für Neuenrade vor.

Andere historische Altstädte, die auch mit einer Pflasterung den altehrwürdigen Charakter ihrer Städte erhalten haben, hätten teilweise gute Lösungsansätze. So möchte die FWG-Fraktion für die Sanierung der Neuenrader Altstadt ein Konzept entwickeln, das eine sichere und glatte Fläche für die Gehwege einschließt. „Uns – wie auch allen anderen Fraktionen – ist es klar, dass bei der Sanierung der Pflasterung im Altstadtbereich erhebliche Kosten entstehen werden. In welchem Umfang eine solche Sanierung im Rahmen des Isek vom Land und/oder Bund gefördert werden kann, ist zu ermitteln“, heißt es in dem Antrag wörtlich. 

Möglichkeiten sollten genutzt werden 

Es sei allerdings festzustellen, dass Städte in unmittelbarerer Nachbarschaft komplette Plätze und weitere Projekte gefördert bekämen. „Hier gibt es offensichtlich Möglichkeiten, die genutzt werden sollten“, fordern die Freien Wähler.

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