Altreifenplage am Straßenrand

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Jede Menge Altreifen – frisch entsorgt auf dem kleinen Parkplatz ausgangs der Dahler Straße. Sie bilden ein sichtbares Mahnmal asozialen Verhaltens.

Neuenrade - Unübersehbar sind die Alteifen, die direkt an der Dahler Straße ausgangs Neuenrade zu einem Mahnmal der Dickfelligkeit gestapelt wurden – und damit der Allgemeinheit jede Menge Kosten aufbürden.

Denn der Baubetriebshof muss mit mindestens zwei Mann rausfahren, die Reifen einladen und am Bringhof entsorgen. Das kostet Zeit und Manpower, die am langen Ende eben auf den Bürger umgelegt werden. Mehr als ein Dutzend Reifen ohne Felgen sind es. Die reguläre Entsorgung am Bringhof würde pro Stück sechs Euro kosten, günstiger wird es sogar beim Reifenhändler. 

Wie der zuständige Abteilungsleiter Klaus Peter Korte erläuterte, häufe sich die illegale Reifenentsorgung in letzter Zeit wieder. Alle 14 Tage bis drei Wochen müsse ein Team ausrücken und abgekippte Reifen bergen und entsorgen. 

Erst unlängst habe der Bauhof an der Grenze zu Leveringhausen sage und schreibe „50 Altreifen, die dort jemand abgeladen hatte, bergen und entsorgen müssen“. Auch hierbei entstanden der Stadt Neuenrade erhebliche Kosten. „Das waren mit Sicherheit 200 Euro“, sagte Korte. Hinzu kommen die Kosten pro Reifen. 

Auch anderer Müll wird illegal entsorgt

Doch es sind nicht allein die Altreifen, auch anderweitiger Müll wird zum Problem. Unlängst hatte jemand wieder Sperrmüll und auch noch Bauschutt an der Höllmecke entsorgt. Mehrere Fahrten waren nötig, zwischenzeitlich musste sogar der Radlader eingesetzt werden, um den Müll zu bergen. 

Korte: „Das waren gut sechs Kubikmeter Müll.“ Hätte der Verursacher das beim Bringhof abgegeben, hätte das 70 Euro gekostet. Nun kostet die Entsorgung durch mehrere Städtische Mitarbeiter ein Vielfaches davon. Allein den Mitarbeitereinsatz nebst Radlader schätzt Korte auf knapp 300 Euro. Korte glaubt, dass der Verursacher den Müll mit einem Anhänger dorthin transportiert haben muss. 

Dass der Täter angesichts der relativ geringen Entsorgungskosten ein derartiges Risiko eingeht, erwischt zu werden, kann Korte nicht verstehen. Immerhin: Gelegentlich wird auch mal jemand erwischt, denn der Müll wird nach identifizierenden Hinterlassenschaften durchsucht oder es gibt Zeugen – und dann wird es für den Verursacher sehr teuer. 

Manchmal dauert es Wochen

Der Müll wird allerdings nicht immer für alle sichtbar am Straßenrand abgeladen, sondern an unübersichtlichen Stellen deponiert. So dauere es manchmal ein paar Wochen bis ein Müllhaufen entdeckt werde. Meist melden Bürger den Fund, häufiger sind auch Mitglieder des Sauerländischen Gebirgsvereines darunter, die auf ihren Spaziergängen die Hinterlassenschaften dickfelliger Müllentsorger entdecken.

Von Peter von der Beck

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