Neugier, aber mehr auch nicht

Altenaffelner testen ein E-Auto

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Ina Pape (von links) und Jonas Schwanebeck vom Autohaus Pape und Ortsvorsteher und Andreas Wiesemann stehen vor dem Renault Zoe.

Altenaffeln - Die Neugier auf das Elektro-Auto in Altenaffeln war groß: 60 Einwohner wollten den Renault Zoe während des Aktionszeitraums zuletzt ausprobieren.

Etwa 2000 Kilometer standen am Ende auf dem Tacho, als das Auto wieder abgegeben werden musste. „Mehr als 90 Prozent der Nutzer waren zufrieden damit“, blickte Andreas Wiesemann, Ortsvorsteher, auf die E-Auto-Zeit zurück. „Allerdings schreckte der Anschaffungspreis alle davon ab, sich ein solches Auto zuzulegen.“ 

Allerdings hatten die Altenaffelner auch das Beste vom Besten gefahren: den Zoe mit Sonderausstattung wie Navigationsgerät und Rückfahrkamera. Und das macht sich beim Kaufpreis inklusive Batterie bemerkbar: 35 000 Euro werden für dieses Renault-Modell fällig. 

Geringe Reichweite sorgt für Kritik

Das es auch günstiger geht, wusste Ina Pape vom gleichnamigen Autohaus aus Balve. Sie stellte für Andreas Wiesemann ein Angebot für ein E-Auto zusammen, das bei etwa 25 000 Euro lag. Doch da war immer noch die Frage nach der geringen Reichweite – diese, ein weiterer Kritikpunkt, sorgte immer wieder für Diskussionen im Ort. 

„Für kurze Strecken ist ein E-Auto ideal“, sagte Andreas Wiesemann. Und über Nacht gilt es, das Auto aufzuladen; ein Kabel, um dies an jeder Steckdose im Haus anschließen zu können, gehört mit zur Serienausstattung. 

Die Erfahrung mit dem E-Auto möchte der Ortsvorsteher nicht missen, die seinem Dorf die Klimaschutzbeauftragte des Märkischen Kreises Petra Schaller ermöglichte. 

Ein E-Auto, das vom 11. April bis zum 11. Mai zur Verfügung gestellt wurde, schien ihr ideal für den Ortsteil, der schon mit dem „Generationenpunkt“ ein Zeichen für ein Miteinander gesetzt hat. 

„Dieses Auto sollte ein Appetitanreger sein“, sagte sie zu diesem Konzept, hinter dem sich der Gedanke des Car-Sharings verbarg. Doch diesem erteilte der Ortsvorsteher eine Absage: „Es gab keinen Hype darauf.“ Vielleicht sei ein Monat zu kurz gewesen, vielleicht lag es daran, dass alle darauf eingestellt sind, mobil zu sein. 

Auch in Blintrop wird getestet 

Für die Klimaschutzbeauftragte bleibt das E-Auto weiter in ihrem Angebot. Sie stelle es auf Anfrage jedem Dorf bereit. Nächstes Ziel ist Blintrop. Fabian Cormann, stellvertretender Ortsvorsteher, hat von Petra Schaller bereits eine Zusage erhalten.

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