3D-Präsentation: Altenaffeln mit  Windrädern

NEUENRADE ▪ Windkraftanlagen – damit befasst sich der MK-Ausschuss für Wirtschaftsförderung. Und wer wissen möchte, wie 200 Meter hohe Windkraftanlagen in der Landschaft Altenaffelns wirken, sollte sich die öffentliche Sitzung am Dienstag, 17 Uhr, Kreishaus, Zimmer 136 nicht entgehen lassen.

Dort gibt es dann eine sogenannte 3D-Visualisierung auf Basis der amtlichen Geodaten.

Zum Hintergrund: Ein Investor plant in Altenaffeln den Bau von vier je 200 Meter hohen Windkraftanlagen und hat einen entsprechenden Antrag beim Märkischen Kreis gestellt. Stadtverwaltung und Politik haben aufgrund der Proteste reagiert und versuchen nun durch Einleitung eines entsprechenden Bebauungsplanverfahrens die Sache zu regeln, wollen geringere Höhen der Anlagen durchsetzten. Es gibt erste Sondierungsgespräche mit dem Investor. Indes – so ist die Höhe der Anlagen auch entscheidend für die Rendite. Es gilt einen Kompromiss zu finden. Der Investor scheint gleichwohl auf der rechtlich sicheren Seite zu sein. Wie dem auch sei, die Verwaltung hat reagiert und in diesem Zusammenhang das Katasteramt des Märkischen Kreises um Unterstützung bei der Visualisierung der geplanten Windenergieanlagen im Geografischen Informationssystem gebeten. Der Fachdienst kann da offenbar helfen.

In der Vorlage heißt es: „Bei der Umsetzung der Energiewende spielen die amtlichen Geodaten eine bedeutende Rolle. Entscheidungen für oder gegen einen Energie-Standort basieren immer auf Geoinformationen. Wenn das alles digital miteinander verknüpft werde, bildeten die Geografische Informationssysteme (GIS) eine „neutrale Schnittstelle zwischen den unterschiedlichen Interessen von Natur und Umwelt, Bevölkerung, Energieversorgern und Investoren“. Das Land NRW erschafft digitale Geländemodelle aus Laser-Scanning-Befliegungen und stellt diese Daten den Katasterämtern zur Verfügung.

Für die sogenannte Sichtfeldanalyse und 3-D-Visualisierung wurden im Fachdienst Kataster und Geodatenmanagement das Digitale Geländemodell für das betroffene Gebiet in das Geografische Informationssystem importiert. Ebenso wurden die Standorte und die Höhen der vier geplanten Windenergieanlagen eingerechnet. Mit Hilfe von mathematischen Algorithmen seien diejenigen Landschaftsbereiche berechnet worden, von denen aus die geplanten Windenergieanlagen sichtbar sein würden. Diese Berechnungsergebnisse wurden für jede Windenergieanlage in einem entsprechenden Plan dokumentiert. Durch die farbliche Darstellung der betroffenen Landschaftsbereiche ist eine erste visuelle Situationsbeurteilung möglich.

Neben der Sichtbarkeit ist auch der mögliche Einfluss von Bauwerken auf das Landschaftsbild von Bedeutung, das lasse sich besser mit Hilfe von dreidimensionalen Visualisierungen abschätzen. Zu diesem Zweck wurde das digitale Geländemodell mit den Luftbildern verschnitten, im Geografischen Informationssystem wurden die Luftbilder über das digitale Landschaftsmodell „gestülpt“. Durch die Aneinanderreihung verschiedener Perspektiven wurde rechnerisch ein Video-Flug über die Landschaft simuliert. ▪ Peter von der Beck

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