Alte Schule in Blintrop: So wird das Begegnungszentrum saniert

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Die Alte Schule ist das Begegnungszentrum in Blintrop. Mit Fördermitteln des Landes Nordrhein-Westfalen wird das Gebäude in den kommenden Monaten saniert.

Blintrop – Zwei Jahre ist es her, dass in Neuenrades kleinstem Stadtteil eine Ortsbegehung stattfand. Damals äußerten die Blintroper sich darüber, was in ihrem Dorf an baulichen Veränderungen wünschenswert wäre und im Rahmen des Landes-Förderprogramms Ikek (Integriertes kommunales Entwicklungskonzept) umgesetzt werden könnte.

An erster Stelle stand die Sanierung des Begegnungszentrums Alte Schule Blintrop. Jetzt haben die ersten Arbeiten begonnen. Damit die Bürger darüber informiert werden konnten, berief Ortsvorsteher Jochen Sasse eine Informationsveranstaltung ein. Zu dieser kamen am Montagabend mehr als 40 Interessierte – Vertreter nahezu aller Gruppen, die zu einem lebendigen Dorfleben beitragen.

„Beim Ikek-Auftakt war es das dringlichste Anliegen, die Alte Schule zu sanieren“, erinnerte Sasse bei seiner Begrüßung. Dann zählte er auf, welche Maßnahmen nun alle geplant seien: Der Fassadenanstrich werde erneuert. Der Dachstuhl wird saniert. Der offene Vorraum erhält an der Wand, welche mit einer Plane behelfsmäßig abgedichtet ist, eine Wand aus Glasbausteinen. Auf dem Außengelände wird ein Grillplatz errichtet, der mit Sitzgelegenheiten ausgestattet wird. Die Eingangstür wird schließlich ausgetauscht. Die Alte Schule erhält zudem einen W-Lan-Spot, um Besuchern so einen Internet-Zugang zu ermöglichen. 

Neue Heizung wird eingebaut

Innerhalb des Gebäudes soll bereits ab Dezember eine neue Heizung in Form einer Luftwärmepumpe installiert werden. Diese wird unter der Decke befestigt und mit Gipsplatten abgehängt, welche wieder mit einer neuen LED-Beleuchtung versehen werden. Der nicht-hölzerne Bodenbelag im vorderen Teil des Versammlungsraums wird erneuert. 

Die Küche soll eine mobile Theke erhalten. Außerdem finden dort Elektroinstallationen statt. Der Probenraum im Keller wird mit einer Innendämmung versehen. Bereits abgeschlossen ist die Trockenlegung des Kellers. 

Zuschuss: 190 000 Euro vom Land

Bauamtsleiter Marcus Henniger erläuterte: „Der Bau eines Gemeinschaftshauses ist nicht förderfähig durch Ikek. Was aber förderfähig ist, ist die Umsetzung des Erhalts eines Dorfzentrums.“ Nur Baumaßnahmen werden bezuschusst, nicht die Anschaffung von Inventar. Die nun angestrebten Renovierungen umfassen ein Investitionsvolumen in Höhe von 190 000 Euro. Diese werden vom Land Nordrhein-Westfalen mit 65 Prozent bezuschusst. 

Wie lange es dauern werde, bis die Baumaßnahme abgeschlossen sei, könne er nicht sagen, betonte Marcus Henninger am Montagabend. „Wir haben zunehmend Probleme, Handwerker zu bekommen“, unterstrich er. „Wir gehen trotzdem davon aus, spätestens im Frühjahr fertig zu sein mit allen Sanierungen.“ 

Wartungsvertrag soll abgeschlossen werden

Auf Nachfrage eines Bürgers versicherte der Bauamtsleiter, dass ein Wartungsvertrag für die Alte Schule geschlossen werde, der auch mindestens halbjährliche Reinigungen des Vordaches beinhalte. Der Blintroper erklärte, dass Blätter des daneben stehenden Baums das Dach bisher verunreinigten. Henninger erklärte überdies, dass eben jener Baum beschnitten werde. 

Ein weiterer Anwohner interessierte sich dafür, ob nach der Installation der Luftwärmepumpe, für welche die vorhandene Styropordecke entfernt werden müsse, neue Schallschutzmaßnahmen umgesetzt würden. Der städtische Mitarbeiter erläuterte allerdings, dass es für die sanierte Alte Schule keinerlei Schallschutzkonzept geben werde. Stattdessen führte er aus: „Wenn im Sommer bei einer Feier in der Alten Schule die Fenster und die Tür offen stehen, hilft sowieso kein Schallschutz, sondern nur die gegenseitige Rücksichtnahme.“ 

Anregungen aufgenommen

Ein dritter Fragesteller ging auf die mögliche Anschaffung einer mobilen Theke ein. Er regte stattdessen an, lediglich einen Wasseranschluss zu legen. Theken seien im Getränkehandel ausleihbar. Diese müssten dann nicht dauerhaft in der Alten Schule gelagert werden, nähmen keinen Platz weg. Ein weiterer Blintroper regte an, die Tür zur Küche zu entfernen, einen Durchbruch zu machen und an diesen eine klappbare Theke zu montieren. 

Marcus Henninger und Ortsvorsteher Jochen Sasse notierten sich im Rahmen der eineinhalbstündigen Bürgerversammlung noch zwei weitere Anregungen der Bürger. Der muffige Einbauschrank solle ersatzlos entfernt werden. Im Eingangsbereich solle eine Extrawand gezogen werden, die die Toiletten sowie die Garderobe vom Versammlungsraum optisch trenne. In diese Wand solle eine Doppeltür eingefügt, oder es solle einfach ein Durchgang offen gelassen werden.

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