Dieser Mann ist Berater von Profisportlern in allen Lebenslagen

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Alexander Zöller (rechts) berichtete im Interview mit Ralf Bohnert über seine Arbeit bei der Organisation Sportler rufen Sportler.

Neuenrade – „Ich weiß genau, dass ich’s nicht verdient hab“, singt Alexander Zöller mit voluminöser Stimme zum eigenen Gitarrenspiel, „doch Du gibst Dich für mich hin“.

Der 41-Jährige Sportmissionar ist an diesem Sonntagmorgen Gastprediger im evangelischen Gottesdienst in Neuenrade, welcher ausnahmsweise nicht in der Kirche, sondern im evangelischen Gemeindehaus an der Ersten Straße gefeiert wird. Zöller überrascht mit einem Gesang, der deutlich besser ist, als der vieler, die damit ihre Brötchen verdienen. 

Zunächst wird der Gast jedoch kurz interviewt von Ralf Bohnert. Der stellvertretende Vorsitzende der Landeskirchlichen Gemeinschaft Neuenrade befragt den Experten zu seinem Job bei SRS (Sportler rufen Sportler). „Wir beraten Sportler – auch in privaten und sonstigen Lebensfragen“, erläutert Zöller. „Und wir erzählen ihnen von Jesus“, fügt er hinzu. 

Über Rituale und das Christ-Sein

Etliche Profifußballer seien aber keine Christen. „Das Bekreuzigen oder nach oben zeigen beim Torjubel ist für die meisten Spieler kein Zeichen des Christ-Seins, sondern ein Ritual, so wie sie den Platz nie mit dem linken Fuß zuerst betreten“, weiß der Gastprediger. 

Dann predigt Zöller über den „Stressfaktor des Höher, Schneller, Weiter“. Er fragt: „Gibt Leistung Dir schon eine Identität?“ Er selbst findet die Antwort: „Das Evangelium von Jesus Christus: Das ist es, was am Ende bleibt.“ 

Kritik an der Gesellschaft

Der Sportwissenschaftler erklärt: Sportliche Niederlagen hätten „gravierende Auswirkungen aufs persönliche Leben“. Selbiges gelte auch umgekehrt, betont der FC-Köln-Fan. „Wir brauchen eine Konstante im Leben. Und Gott bietet sich selbst dafür an. Wenn er in Dir lebt, dann verändert sich Dein Wesen.“ 

Zöller führt aus: „Das Leben wird nie fehlerfrei sein. Aber es wird immer besser. Macht weiter! Gebt nicht auf!“ Dann kritisiert er die Gesellschaft: „Wir sind getrieben von Ansprüchen – unseren und denen anderer.“

Alexander Zöller ist 41 Jahre alt. Der Siegener studierte an der Sporthochschule Köln Sportwissenschaften und ist seit 2003 bei SRS (Sportler rufen Sportler) weltweit als Sportmissionar tätig. Er betreut in dieser Funktion Profifußballer. Er hat drei Töchter im Alter von fünf, sieben und neun Jahren und ist verheiratet. Als Torwart spielte er selbst von 1994 bis 1999 bei der SG 06 Betzdorf. Heute ist er in diesem Verein Torwarttrainer.

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