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„Aktiv in Neuenrade“: Kinder üben mit Parkour-Trainer

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Von: Carla Witt

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Konzentriert bei der Sache: Die Teilnehmer hatten bei dem Angebot des Jugendnetzwerks sichtlich Spaß.
Konzentriert bei der Sache: Die Teilnehmer hatten bei dem Angebot des Jugendnetzwerks sichtlich Spaß. © Carla Witt

„Es gibt noch andere Sportarten außer Fußball“, sagt Daniel Schwebe – und blickt zu den Kindern, die gerade mit Norman Gadomski im Neuenrader Stadtpark die optimale Landung nach einem Sprung trainieren.

Neuenrade – „Parkour gehört dazu. Wir stellen in dieser Woche ganz bewusst Sportarten vor, die nicht jeden Tag in den Medien vorkommen“, erklärt der Erziehungswissenschaftler, der für das Jugendnetzwerk Neuenrade auch die zweite Auflage der Veranstaltungsreihe „Aktiv in Neuenrade“ organisiert hat.

In dieser Woche standen unter anderem der Affelner Norman Gadomski und seine Frau Marina parat, um allen Interessierten einige Parkour-Grundlagen zu erklären. Neun Kinder nahmen das Angebot an. „Ich hätte mit mehr Teilnehmern gerechnet, denn Parkour war bei der ersten Auflage ganz besonders gefragt“, sagte Schwebe.

Das störte die Mädchen und Jungen im Stadtpark allerdings wenig; sie hatten nach einigen Aufwärmübungen ihren Spaß beim Springen und Landen – auch, wenn es nicht auf Anhieb so funktionierte, wie der lizenzierte Parkour-Trainer es vorgemacht hatte.

Die „Kunst der effizienten Fortbewegung“

Parkour bezeichnet eine Fortbewegungsart, deren Ziel es ist, nur mit den Fähigkeiten des eigenen Körpers möglichst effizient von Punkt A zu Punkt B zu gelangen.

Der Parkourläufer (franz.: le traceur „der, der eine Linie zieht“) bestimmt seinen eigenen Weg durch den urbanen oder natürlichen Raum – auf eine andere Weise als von Architektur und Kultur vorgegeben. Er versucht, sich die im Weg stehenden Hindernisse durch Kombination verschiedener Bewegungen so effizient wie möglich zu überwinden. Bewegungsfluss und -kontrolle stehen dabei im Vordergrund. Parkour wird deshalb auch als „Kunst der effizienten Fortbewegung“ bezeichnet.

„Bei diesem Sport zählt nur der Spaß an der Bewegung. Man muss keine besonderen Voraussetzungen mitbringen“, erklärte Norman Gadomski. Klein und Groß könnten aktiv werden, Leistungsdruck gebe es nicht. „Höchstens, wenn man selbst unbedingt etwas lernen möchte“, warb der Trainer für den Parkour-Sport.

Daniel Schwebe wünschte sich, dass die nächsten Veranstaltungen von „Aktiv in Neuenrade“ gut angenommen werden. „Und, dass vielleicht der eine oder andere eine Sportart entdeckt, die er bisher nicht kannte – und die ihm gefällt.“

Vielleicht ist diese Sportart zufällig Goalcha-Streethandball, das am Freitag, 9. September, zwischen 16 und 19 Uhr im Stadtpark und auf dem angrenzenden Schulhof auf dem Programm steht. Am Donnerstag, 8. September, geht es dann in der Zeit von 16 bis 19 Uhr mit Streetbasketball weiter. Gespielt wird auf dem Platz zwischen Jugendzentrum und Hönnequell-Schule.

Für alle Altersgruppen

Interessenten können während des jeweiligen Angebots dazustoßen, und innerhalb des angesetzten Zeitfensters so kommen und gehen, wie es in ihren eigenen Zeitplan passt. Geeignet ist das Angebot für Kinder ab acht Jahren. Natürlich sind auch Jugendliche und Erwachsene willkommen.

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