Aktion saubere Landschaft: Weniger Müllaufkommen

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In Blintrop machten die Kinder aus dem Müllsammeln einen Wettbewerb.

Küntrop/Altenaffeln/Affeln/Blintrop - Mehr als 100 Dorfbewohner aus Küntrop, Altenaffeln, Affeln und Blintrop machten am Samstag bei der „Aktion saubere Landschaft mit“.

Darunter waren auch einige Kinder, die stolz den Müll von der Straße aufhoben, um ihr Dorf wieder schöner und sauberer zu machen. „Man glaubt gar nicht, was Menschen so alles wegwerfen“, wunderten sich die Helfer. In Küntrop startete man bereit um 9 Uhr. 35 Helfer waren in verschiedenen Bezirken auf den Beinen, um mit blauen Säcken bewaffnet die Vermüllung in Dorf und Wald zu bekämpfen. Circa zwei Stunden sammelten die fleißigen Küntroper, dann gingen sie zum gemütlichen Teil mit Bratwurst und Kaltgetränken über. Ludger Kemper sagte: „Wir sehen dass hier als Gemeinschaftsereignis an, um zusammenzukommen und auch noch mal zu klönen und nebenbei tun wir etwas Gutes. Die Jugendlichen, die bereits öfter mitgegangen sind würden niemals auf die Idee kommen ihren Müll gedankenlos in die Natur zu werfen. Die wissen was es bedeutet das ganze wieder einzusammeln.“

 Auch in den drei Nachbardörfern waren eifrige Helfer unterwegs. Gerade in Blintrop waren sehr viele engagierte Kinder mit dabei, die es schon als Wettbewerb sahen, den Müll einzusammeln. Wer hat den meisten Müll oder das ausgefallenste Teil? Besonders schlimm war es auf der Verbindungsstraße zwischen Affeln und Blintrop. „Dort wird einfach oft das Fenster heruntergekurbelt und – zack – alles in die Böschung geworfen“, sagten die Anwohner. Neben Radkappen fanden sich dort vor allem leere Dosen und Flaschen. Der erste Müllsack in der „Warmke“ war bereits nach 30 Minuten voll. Christian Klüppel, der mit Sohn Jannis dort sammelte, sagte: „Einfacher wäre es gewesen wir würden einen Glascontainer hier hin stellen, um die ganzen Flaschen zu entsorgen.

Auch in Altenaffeln hatten sich einige Kinder mit Greifzangen und Müllsäcken bewaffnet um das Dorf zu säubern. In Affeln traten ganze Vereine an. Fast 50 Helferinnen und Helfer kamen zusammen. Musikverein, Jungschützen, Fußballverein hatten Mitglieder mobilisiert, doch auch etliche Privatiers kamen zum Müllsammeln rund um Kirche, Imberg und Dorf. Ortsvorsteher Josef Hochstein zeigte sich mehr als zufrieden: „Die Beteiligung der Bewohner war sehr gut und wir haben 25 Säcke Müll gesammelt“. Er freute sich, dass weniger Müll gefunden wurde, als vor zwei Jahren. Auch Andreas Wiesemann, Ortsvorstehen aus Altenaffeln war erfreut über das geringere Müllaufkommen.

Und wieder gab es ungewöhnliche Fundstücke: „Wir haben als besondere Fundsache einen aktuellen Führerschein gehabt. Der wurde selbstverständlich bereits bei der Polizei abgegeben“, sagte Andreas Wiesemann. Der Blintroper Ortsvorsteher Jochen Sasse erzählte empört: „Säckeweise Schafswolle wurde in Blintrop aus dem Bach gezogen“. Auch dort war die Sammelaktion mit 14 Säcken erfolgreich. In einigen Dörfern gab es einen gemeinsamen Abschluss. Alles in Allem war die Arbeit gegen Mittag überall erfolgreich beendet.

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