Ein besonderer Musiker gibt das Orgelkonzert L’orgue francais

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Helmut Schröder zeigt die Möglichkeiten der Orgelmusik an einem besonderen Ort auf: Er spielt anspruchsvolle Orgelmusik und Musikliebhaber aller Stilrichtungen sollten sich das Konzert gönnen und neue Impulse aufnehmen.

Neuenrade - Musiker Helmut Schröder genießt die besondere Akustik in der Affelner Kirche. 

Ohne jede elektronische Verstärkung erreicht das Orgelspiel des Künstlers eine beeindruckende Klangfülle. Trotz der überraschenden Lautstärke schmeichelt die Musik den Ohren und wirkt, als ob ein ganzes Orchester spielt. 

Schröder wird am Sonntag, 3. Juni,  im Rahmen der Affelner Altarmusik ab 17 Uhr aufspielen. Der Organist  ist ganz begeistert von dem Affelner Instrument. „Das klingt ganz schön, der Raum ist toll.“ Schröder erfreut sich regelrecht an dem Instrument und sagt „Die Orgel ist das einzige Instrument, das niemals zweimal existiert. Denn jede Orgel ist auf den Raum abgestimmt, in dem sie steht. Keine Orgel ist wie die andere“. 

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Aber viel Energie muss investiert werden, tägliche zwei, drei Stunden üben muss sein, um das Niveau zu halten. Das sei eben wie spezialisierter Leistungssport. Schröder, der just in Pension gegangen ist, hat Musik studiert mit den Hauptfächern Klavier und Orgel an den Musikhochschulen Detmold und Köln und er hat das Konzert-Diplom – quasi den Doktortitel der Musiker. 

In Hagen hat er 29 Jahre lang die Max-Reger-Musikschule der Stadt Hagen geleitet. Davor hat er zahlreiche Platten aufgenommen, war als Pianist tätig. Auch gab er an diversen Musikschulen Sonderkurse für Organisten. Diverse Projekte gibt es von ihm, so hatte er im chinesischen Jiujiang eine Gastprofessur. Er ist Organist der Hagener St. Meinolf-Kirche. 

Schröder macht sich Sorgen um die Zukunft der Orgelmusik. Der Sparzwang der Kirchen habe eine unschöne Entwicklung eingeleitet. „Es gibt immer weniger Organisten“. Auch seien inzwischen viele Orgelstücke einfach zu lang für die Gottesdienste. Dabei sei die Orgel ein tolles Instrument, mit dem ein Organist leise, laut oder Orchestral spielen könne. Zudem sei sie ein sehr altes Instrument. Eine der ältesten sei in Ostönnen zu bewundern, die stamme aus dem 15. Jahrhundert. 

Kein Wunder sei es, dass es zur Orgelmusik breit gefächerter Literatur gebe. Helmut Schröder kann übrigens auch mit ganz anderer Musik etwas anfangen – unter einer Bedingung: „Die Musik muss gut gemacht sein“. Manch ein Musiker verstecke sich ja und behaupte einfach, es sei alles Geschmacksache. Dabei, so Schröder, sei Musik immer anders, nicht besser oder schlechter. 

Eine spezielle Facette hat Helmut Schröder zudem noch: Er mag Tanzmusik. Da verwundert es nicht, dass das Musikerehepaar Schröder (sie ist Flötistin) auch auf einem speziellen Gebiet eine besondere Expertise hat: "Wir sind NRW-Landesmeister im Standardtanzen." Auch das ist eine Kunst für sich und durchaus Leistungssport.

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