Ärger um das Waldstadion

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Der Torraum des Waldstadions sieht nicht mehr berauschend aus. Er soll erneuert werden. Für die Reparaturarbeiten wird noch eine Summe in den Haushalt eingearbeitet.

Neuenrade - Die Fußballspieler, die am Donnerstag im Waldstadion trainierten, sind nicht begeistert von dem Kunstrasen. Der Ball würde über den Rasen hoppeln und nicht rollen, der Untergrund weise Unebenheiten auf, die Spieler berichten von Löchern. Das gehe auf die Knie, bemerkte einer der jungen Spieler.

Auch während der Ratssitzung – dazu hatte die SPD einen Informationsantrag gestellt – waren die Fußballplätze Thema. Als Zuschauer anwesend war Karl-Heinz Thiele, Chef der TuS-Fußballabteilung. Und er berichtete von seinen Erfahrungen. 

So habe er mit der Wasserwaage am Elfmeterpunkt gemessen. „Da sind dermaßen Löcher drin“, sagte Thiele. Jüngst habe sich ein Spieler aus Rönsahl arg verletzt, weil er nach einem Sprung „in ein Loch“ getreten sei. „Die Löcher sind überall“, wiederholte Thiele, der ungehalten wirkte. Und auch die Tartanbahn sei defekt und im hinteren Bereich gebe es massiven Moosbewuchs. „Es ist gefährlich, da zu laufen.“ Auch die Flutlichtanlage wurde thematisiert: „Es kann nicht sein, dass wir ein Jahr dahinter herlaufen, dass jemand eine Birne auswechselt.“ 

Kämmerer reagiert verärgert

Kämmerer Gerhard Schumacher reagierte verärgert. Er verwies darauf, dass der Moosbewuchs auf die geringe Benutzung und die Waldnähe zurückzuführen sei. Und was die Flutlichtanlage anbelangt, so habe er am Montag eine Fertigmeldung bekommen. Zum Zustand des Platzes sagte er, dass er sich gemeinsam mit einem Gutachter (der auch teils die Plätze mitgeplant habe) jedes Jahr die Sportstätten anschaue. Der habe ihm bescheinigt, dass all drei Sportplätze in einem ordentlichen Zustand seien und dass „der in Affeln noch drei Jahre“ halten würde. Die anderen Plätze würden gepflegt und repariert. SPD-Fraktionsmitglied Thomas Niggemann brachte in Sachen Flutlichtanlage Fördermöglichkeiten ins Spiel – da sei sicher etwas in Sachen LED-Technik zu machen. 

Bürgermeister Wiesemann genervt 

Bürgermeister Antonius Wiesemann reagierte genervt: „ Das hört sich so an, als würde das Waldstadion vernachlässigt. Das ist nicht richtig. Da steckt viel Geld und viel Manpower drin.“ Sogar Ortsvorsteher Josef Hochstein meldete sich zu Wort und sagte, dass es in der Stadt „drei hervorragende Kunstrasenplätze“ gebe. 

Bleibt nachzutragen, dass die Erneuerung des Kunstrasenplatzes in Affeln für 2020 geplant ist, Kosten 207 000 Euro. Für das Waldstadion wird der Kämmerer in den neuen Haushaltsplan 2019 Reparaturmaßnahmen (für den Torraum) einstellen. Und das Flutlicht funktioniert immer noch nicht. Zwar wurden alle Birnen ausgetauscht, doch in einem Fall sei wohl das Vorschaltgerät defekt, berichtete Schumacher am Donnerstag auf Nachfrage. 

Die Plätze werden wöchentlich gebürstet, zwei bis dreimal jährlich komme ein Extra-Pflegegerät zum Einsatz.

Von Peter von der Beck

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