288 Abzeichen für sportliche Neuenrader

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Zahlreiche Neuenrade verdienten sich im vergangen Jahr ihre Sportabzeichen. Auf dem Foto freuen sich die Burgschüler über ihre Auszeichnungen.

NEUENRADE -  Friedrich-Wilhelm Kohlhage, Vorsitzender des Stadtsportverbandes, und Waltraud Krekel vermeldeten am Mittwochabend Rekordzahlen. 288 Sportabzeichen, so viele wie nie zuvor in der Geschichte des Neuenrader Verbandes, sind 2012 von Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren erfolgreich abgelegt worden.

2011 hatten 272 Athleten die Anforderungen erfüllt, was Platz zwei im Märkischen Kreis bedeutete. Die Auswertungen für 2012 liegen noch nicht vor, erklärte Waltraud Krekel im Kaisergarten.

Kohlhage dankte in seiner Eröffnungsrede nicht nur den Schulen und Lehrern, die die Aktion so tatkräftig unterstützt hatten, ohne das Engagement von Waltraud Krekel sei das Sportabzeichen in Neuenrade kaum noch denkbar. „Sie ist das Herz und die Seele der Aktion“, zollte der Verbandsvorsitzende seiner „ehrenamtlichen Vollzeitkraft“ seinen Respekt.

Maßgeblich sind die Schulen an dem beeindruckenden Ergebnis beteiligt. Allein die Burgschule „heimste“ 99 Abzeichen ein. 73 Erwachsene und 82 Jugendliche kämpften im Waldstadion um Weiten und Zeiten.

Zu Beginn der Sportabzeichenübergabe rief Waltraud Krekel die teilnehmenden Mannschaften nach vorne, bevor die Einzelsportler an der Reihe waren. Die E-Jugend-Kicker des SV Affeln nahmen ein Dutzend Auszeichnungen in Empfang, ebenso viele wie die Spiel, Sport und Spaß-Gruppe der Turnabteilung im TuS Neuenrade. 13 Abzeichen händigte Krekel an die Leistungsturner des TuS aus, weitere elf Urkunden und die entsprechenden Nadeln gingen an die FI-Kicker des TuS Neuenrade.

Im Rahmen der Übergabe an die Einzelsportler hob Krekel das Dortmunder Ehepaar Hedemarie und Franz-Josef Lindner hervor, die zum 30. Mal ihr Abzeichen in Neuenrade errangen. Mit 42 Abzeichen bildet Josef Dolle weiterhin die Speerspitze in Neuenrade. Erwähnenswert ist auch das Engagement des 77-jährigen Niederländers Henk Schouten, der aus dem Nachbarland anreiste, um sein goldenes Abzeichen für die zehnte Teilnahme entgegenzunehmen.

Der Stadtsportverband nutzte die Gelegenheit, um die Anwesenden über die einschneidenden Änderungen rund um das Sportabzeichen, das in diesem Jahr 100 Jahre alt wird, zu informieren. Der Deutsche Olympische Sportbund hat anlässlich des Jubiläums tiefgreifende Veränderungen vorgenommen und den Leistungsgedanken in den Vordergrund gerückt. Zukünftig entscheiden nicht mehr die Anzahl der Sportabzeichen über Bronze, Silber oder Gold. Werden die entsprechenden Leistungsvorgaben in den vier (bisher fünf) Gruppen Koordination, Schnelligkeit, Kraft und Ausdauer erfüllt, kann schon das erste Sportabzeichen in Gold gewonnen werden. Zudem wurden auch die Alterseinteilungen reformiert. Der demografische Wandel zeigt hier Wirkung. Es ist eine eigene Altersklasse für über 90-jährige Menschen eingeführt worden. Wie sich die Veränderungen auf die Bereitschaft, am Sportabzeichen teilzunehmen, auswirken werden, kann Waltraud Krekel nicht vorhersagen. Sie hofft, dass sich die Reform nicht negativ auf die Zahl der Teilnehmer auswirkt.

Die Stadionsaison wird in diesem Jahr am 15. Mai beginnen und endet am 25. September.

Von Markus Jentzsch

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