Ein Job mit Perspektive

Abschlussprüfung mit Bravour für ein „Eigengewächs“

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Jan Schwanz hat seine Prüfung mit der Note „sehr gut“ abgeschlossen. Bürgermeister Antonius Wiesemann und Volljuristin Ira Valsamidou gratulieren dem 27-Jährigen zu dieser beachtlichen Leistung.

Neuenrade - Der Verwaltungsfachangestellte Jan Schwanz ist ein „Eigengewächs aus dem Neuenrader Rathaus“ -  und sogar ein ganz besonderes, wie Bürgermeister Antonius Wiesemann berichtet: Der 27-Jährige hat am 13. Mai seine 2. Prüfung für Angestellte im kommunalen Verwaltungsdienst bestanden – mit der Note „sehr gut“.

Dass diese Leistung nicht alltäglich ist, unterstreicht die städtische Bereichsleiterin Ira Valsamidou, die selbst schon an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung NRW in Hagen tätig war: „Ich weiß, wie geizig die Volljuristen dort mit guten Noten sind“, stellt sie augenzwinkernd fest.

Bürgermeister Antonius Wiesemann vergleicht die Fortbildungsprüfung, die Jan Schwanz mit Bravour bestanden hat, mit der Meisterprüfung in einem handwerklichen Betrieb. Er ist stolz auf seinen engagierten Mitarbeiter, und froh darüber, dass der 27-Jährige dem Neuenrader Rathaus weiterhin treu bleiben möchte. „Wir konnten in der letzten Zeit bereits einige Stellen in unserer Verwaltung mit jungen und motivierten Mitarbeitern nachbesetzen.“

Jeder muss alles können

Es sei wichtig, Verwaltungsnachwuchs selbst aufzubauen. „Gerade in so einer kleinen Verwaltung müssen sich die Mitarbeiter im gesamten Haus auskennen und viel Flexibilität beweisen. Wer hier seine Ausbildung absolviert hat, der kennt das“, stellt der Bürgermeister fest.

Und dass die Arbeit in der Verwaltung Spaß macht, unterstreicht Jan Schwanz, der von 2009 bis 2012 seine Ausbildung in der Neuenrader Verwaltung absolviert hat: „Schon während meiner Lehrzeit habe ich festgestellt, dass dieser Beruf wirklich alles andere als langweilig ist.“ 

Die Auswirkungen der Arbeit

Insbesondere als Mitarbeiter der Verwaltung einer kleineren Stadt würden die Auswirkungen der eigenen Verwaltungstätigkeit auf das tägliche Leben der Menschen an vielen Stellen unmittelbar sichtbar, hat Jan Schwanz festgestellt. Als aktuelles Beispiel nennt er auch die Verordnungen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, die in den Städten umgesetzt werden müssen.

Der 27-jährige Verwaltungsfachangestellte schätzt den Kontakt zu Menschen, und die Zukunftsperspektiven im Rathaus der Hönnestadt. Augenblicklich ist er in der Personalabteilung beschäftigt und „könnte sich gut vorstellen, dort auch weiterhin zu arbeiten.“

Bisher keine Nachwuchsprobleme

Verwaltungschef Antonius Wiesemann ist froh, dass es bisher keine Probleme bei der Stellenbesetzung gegeben habe, obwohl die Anzahl der Bewerber zurückgegangen sei. Momentan seien im Neuenrader Rathaus eine Auszubildende im zweiten Lehrjahr und ein Auszubildender im dritten Lehrjahr beschäftigt. „Am 1. August dieses Jahres wird bei uns außerdem eine junge Frau ihre Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten beginnen“, berichtet Antonius Wiesemann. 

Da die Ausbildungsstellen im Zwei-Jahres-Rhythmus besetzt werden, soll 2021 kein Neuzugang in der Neuenrader Verwaltung starten. Dennoch: „Initiativbewerbungen sind bei uns jederzeit erwünscht“, unterstreicht Bürgermeister Wiesemann. In der Vergangenheit seien sowohl Abiturienten als auch Bewerber mit einem mittleren Schulabschluss ausgebildet worden.

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