Abschlussjahrgang der Hönnequell-Schule offiziell verabschiedet

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Schüler des Abschlussjahrgangs der Hönnequell-Schule hören konzentriert der Rede ihres kommissarischen Schulleiters Holger Bieda zu.

Neuenrade - Nachhaltigen Eindruck hatte dieser Jahrgang bei der Lehrerschaft hinterlassen. Augenzwinkernd sagte der Kommissarische Schulleiter Holger Bieder in seiner Rede: „Dieser Jahrgang war einzig – aber nicht artig“.

So zählte er die diversen Streiche auf, die sich die jungen Leute geleistet hatten: Angefangen bei einem Sitzstreik der Fünftklässler, weil ihnen ein Lehrer nicht passte bis hin zu einem Schweige-Streik aus einem ähnlichen Grund. Dass eine Klasse des Jahrgangs immer einen Popo-Rutscher auf dem Klassenschrank hatte, verwunderte Holger Bieda lange, bis ihm jemand steckte, dass sie ihn nutzten, um damit verbotenerweise die Treppen runterzurutschen.

Heute sind die 60 Schülerinnen und Schüler ziemlich erwachsene junge Leute. Und selbst aus dem Jungen in der roten Jacke, der damals als Fünftklässler wie ein Derwisch durch die Schule fegte und der Lehrerschaft nachhaltig in Erinnerung blieb, ist zu einem jungen Erwachsenen herangereift. Trotz allem: Die Lehrerschaft konnte eine gewisse Zuneigung zu dieser Truppe nicht verleugnen. Und sie haben sich allesamt gut gemacht.

Aus der Grundschule gekommen war ein besonderer Mix: 26 hatten eine Hauptschulempfehlung, 27 eine Realschulempfehlung und 10 Kinder hätten das Gymnasium besuchen können. Am Ende haben nun 24 Absolventen die Fachoberschulreife mit Qualifikation zum Besuch der gymnasialen Oberstufe, 18 Schülerinnen und Schüler erlangten den mittleren Abschluss und den Hauptschulabschluss nach Klasse 10 erlangten 12 Schülerinnen und Schüler und 5 erlangten den Hauptschulabschluss.

Für Bieda ist diese Verbesserung zum einen ein Beweis dafür, dass eine frühe Einstufung der Schüler problematisch sei. „In der vierten Klasse ist es schwierig, die Entwicklung vorauszusagen“. Zum anderen seien die Schüler fleißig und die Lehrer engagiert gewesen.

Eine Rede gab es von Bürgermeister Antonius Wiesemann, der wieder einmal betonte, dass die Stadt voll hinter der Schule stehe und an die Schüler appellierte, „ihre Heimat nicht zu vergessen“.

Schulpflegschaftsvorsitzende Sabine Klippert appellierte an die Schüler weiterzutragen, dass sie eine gute Zeit an einer guten Schule verbrachte hätten und Schülersprecher Tarshaan Kathirgamananthan bedankte sich für einen tolle Schulzeit bei allen und stellvertretend für seine Mitschüler insbesondere bei den Eltern. Er selbst bedankte sich bei seinen Klassenkameraden.

Musik gab es auch: Der Schülerchor intonierte unter anderem An Tagen wie diesen. Und Selcan Tasdemir aus dem Abschlussjahrgang sang „Jar of Hearts“ von Christina Perri – und erhielt dafür stehende Ovationen. Nach dem offiziellen Teil kamen alle im Eingangsbereich der Aula zusammen.

 Die Neuntklässler verköstigten die Gäste. Es gab Sekt, Häppchen, viele Erinnerungsfotos und gute Gespräche. Lehrer, Eltern und Schüler fühlten sich gut und ließen die offizielle Abschlussfeier entspannt ausklingen.

Von Peter von der Beck

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