Abitur - made in Neuenrade

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Die Abiturientinnen und ein Abiturient der Waldorfschule. ▪

NEUENRADE ▪ „Unterwegs zu neuen Horizonten“ sang der Festchor für sechs Waldorfschüler, die am Remmelshagen ihre Abiturprüfung bestanden haben.

Am Freitagmorgen wurden die erfolgreichen Schüler feierlich in der Aula verabschiedet. Reinhard Lorenz, Lehrer für Französisch und Englisch der ehemaligen 13er, begrüßte die anwesenden Schüler, Lehrer und Eltern und zeigte voll Stolz sein neues Kapuzenshirt mit dem neongrellen Aufdruck „Ja, Mann, ich darf endlich gehen, jetzt verbrenn ich meinen Ranzen!“ Die Rückseite zierten die Namen der fünf jungen Damen und des einen Herrn: Vivienne Alijah, Rosa Schreiber, Sophia Verlemann und Maximilian Hell (Allgemeine Hochschulreife) sowie Viktoria Bathe und Isabelle von Croy (Fachhochschulreife). „Diese Schüler haben eine Herausforderung angenommen und sie gemeistert, ich bin stolz auf unsere Abiturienten“, verkündete Lorenz.

Mit einem Flötenstück trat dann die Klasse 2 unter der Leitung von Gertrud Fabry auf die Bühne, bevor Michael Borgschulze, der Abiturbeauftragte der Freien Waldorfschule Neuenrade, zum Mikro griff. Zunächst dankte er den Schülern für die Zusammenarbeit und sagte: „Mit euch war es irgendwie spezieller, irgendwie netter als an den anderen Schulen, an denen ich bisher unterrichtet habe. Und hier gab es sehr viele interessante gruppendynamische Beziehungen zwischen den Damen und dem einen Herrn.“ Gute Ratschläge, die auch in eine solche Ansprache gehören würden, könne er leider nicht erteilen, denn „guter Rat ist teuer – und ich verdiene dafür viel zu wenig“. Aber gute Wünsche gab er den Absolventen mit auf den Weg und die Bitte „Meldet euch und berichtet mir, was aus euch geworden ist – vielleicht habt ihr dann einen Tipp, wie noch etwas aus mir werden kann!“

Zur Gitarre sangen die Mädchen der Abschlussklasse 13 „Immer werden wir so bleiben, jung und frei und schön“, anschließend gab Maximilian Hell einen kurzen Rückblick auf die vergangenen zwei Jahre: „Wir sind recht locker in die 12 gestartet, haben dann zwei Mitschüler verloren und schnell gemerkt: Hier wird uns nichts geschenkt! Es war eine harte Zeit, aber die Lehrer waren immer für uns da, dafür verdienen sie einen großen Applaus!“ Mit einem Zitat von Aristoteles beendete Hell seine Ansprache „Wir können den Wind nicht verändern, aber wir können die Segel richtig setzen“.

Mit Gitarrenbegleitung sang Lehrer Lorenz „Forever young“ für seine ehemaligen Schüler und mit den zukünftigen Abiturienten, der jetzigen Klasse 12, ein französisches Lied über ein Skelett im Hörsaal.

Zum Abschluss wurden die Abiturienten von Lehrerin Gesine Horn einzeln auf die Bühne gerufen, dort erhielten sie von den Zweitklässlern Rosen überreicht. Am Samstagabend folgt dann der Abiball in Iserlohn. ▪ Silvia Sauser

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