Abgelehnt –  aber Anwohner geben nicht auf

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An der Landwehr schreiten die Arbeiten voran. ▪

NEUENRADE ▪ Es tut sich was an der Landwehr – ob das gut oder schlecht ist, das liegt aber im Auge des Betrachters. Nachdem eine Richterin des Verwaltungsgerichts Arnsberg sich die Lage vor Ort ansah, lehnte die Kammer den im Dezember gestellten Eilantrag auf Baustopp jetzt ab. Sie hatte nicht den Eindruck, dass das geplante und von der Baubehörde des Märkischen Kreises genehmigte Mehrfamilienhaus ein Gefühl des „Eingemauertseins“ vermittle. Sie beruft sich zudem auf die Umgebung, dort gibt’s sowohl ähnlich hohe Gebäude, als auch Industrie. Von Lisa-Marie Weber

Das bedeutet: Die Baumaßnahmen von Bauherr Frank Maiworm können weiter voranschreiten. Für die Klägergemeinschaft, bestehend aus elf Parteien, ist das aber noch lange kein Grund aufzugeben. „Die Gemeinschaft hat bereits eine Beschwerde gegen die Ablehnung des Antrages eingereicht“, sagte Dirk Rauschenberg, Richter am Verwaltungsgericht Arnsberg, gestern auf Anfrage unserer Zeitung. Jetzt wird der Fall also an eine höhere Instanz verwiesen – das Oberverwaltungsgericht Münster muss sich ab sofort damit beschäftigen.

Aber wie lang ist der Atem der Landwehranwohner? „Das ist ja auch eine Frage des Geldes“, sagte gestern Jens Ulrich im Gespräch mit unserer Zeitung. Er ist nicht Mitglied der Klägergemeinschaft, sondern hat sich einen eigenen Anwalt genommen. An einem Strang ziehen die Neuenrader Familien dennoch. Ulrich: „Wir setzten uns jetzt am Wochenende alle an einen Tisch und beraten, wie wir weiter verfahren.“ Es hätte einfach nicht so weit kommen müssen, meint er. Die Schuld liege eindeutig bei der Stadt Neuenrade, insbesondere beim Bürgermeister und Bauamtsleiter. „Die haben die Entwicklungen, nämlich den Bau der zahlreichen Einfamilienhäuser, nicht in ihre Planungen mit einbezogen“, meinte Jens Ulrich.

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