Gönner unterstützt seine Heimatstadt

65 000-Euro-Spende für Spielplatz

Der Spielplatz am Wall kann dank einer großzügigen Spende erneuert werden, berichtete Bürgermeister Antonius Wiesemann in dieser Woche. Darüber dürfte sich sicherlich auch der zweijährige Paolo (links) und Matteo (4) freuen, die mit ihrer Großmutter auf dem Spielplatz waren.
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Der Spielplatz am Wall kann dank einer großzügigen Spende erneuert werden, berichtete Bürgermeister Antonius Wiesemann in dieser Woche. Darüber dürfte sich sicherlich auch der zweijährige Paolo (links) und Matteo (4) freuen, die mit ihrer Großmutter auf dem Spielplatz waren.

„Ich bin mächtig froh und stolz“, sagte Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU). Grund für diese emotionale Äußerung ist eine Spende in Höhe von fast 65 000 Euro, die es der Stadt ermöglicht, den Spielplatz im Park am Wall zu erneuern.

„Der bisherige Spielplatz“, erklärte das Stadtoberhaupt, „ist nach 25 oder 30 Jahren einfach abgenutzt“.

Der Rat der Stadt hatte für dieses Vorhaben in den Haushalt 30 000 Euro eingestellt. Doch der Kostenvoranschlag lautete schließlich auf die Summe 64 183,61 Euro. Und genau diese krumme Summe hat nun ein ehemaliger Neuenrader aufs Stadtkonto überwiesen. „Nun hoffe ich, dass der neue Spielplatz noch im Sommer fertiggestellt werden kann“, blickte der Bürgermeister zuversichtlich in die nähere Zukunft.

Der Heimatstadt Gutes tun

Die Großspende für den Stadtsäckel kommt von Dr. Ing. Ernst Herrmann Kohlhage. Nachdem der Zwillingsbruder des vormaligen Schützenobersts Friedrich Wilhelm Kohlhage 2013 die Anschaffung des Karussells Karlo ermöglicht hatte und 2017 die Erneuerung des Parks zwischen Rathaus und Villa am Wall finanzierte – jeweils mit 100 000 Euro –, hat er nun erneut in sein Portemonnaie gegriffen, um seiner Heimatstadt etwas Gutes zu tun.

Ernst Herrmann Kohlhage, Jahrgang 1932, lebt schon, seitdem er ein junger Mann war, nicht mehr im Sauerland. Sein Zuhause befindet sich heute im Städtchen Bühl in Baden-Württemberg. Doch den Kontakt zur Hönnestadt blieb nicht allein wegen seiner Mehrheitsanteilseignerschaft an der Firma Kohlhage und Co. stets erhalten.

Schaukel und Klettergerüst

Der Spielplatz am Wall wird einen neuen Sandkasten erhalten. Dazu kommt eine Schaukel und auch wieder ein Klettergerüst samt Bodenbelag mit integriertem Fallschutz.

Der erste Bürger der Stadt denkt nun bereits weiter. Wiesemann erläutert: „Die für Spielplatzsanierungen in den Haushalt eingestellten 30 000 Euro können wir nun an der Langen Gasse sowie in Küntrop an der Quodmicke einsetzen.“ Er argumentierte: „Damit sind im Bereich der Kern- und der Altstadt dann zwei Spielplätze wieder hergerichtet, sodass wir den alten Spielplatz am Hans-Schmerbeck-Platz getrost für die Einrichtung weiterer Parkplätze nutzen können.“

Am 1. Mai in der alten Heimat

Übrigens: Ernst Herrmann Kohlhage war am 1. Mai in seiner alten Heimat. Bei einem Spaziergang durch den Stadtpark gemeinsam mit Antonius Wiesemann begutachtete der heutige Badener die Trampoline und die Bänke, die von seiner vorherigen Spende angeschafft wurden. „Das alles gefiel ihm gut“, erinnerte sich der Bürgermeister. „Also habe ich ihn auf die Finanzierungslücke für den Spielplatz hingewiesen. Er bat mich dann: ,Schick mir mal die Zahlen und ein paar Bilder.’“

Wiesemann war sichtlich erfreut, als er weiter berichtete: „Drei Tage später bekam ich ein Fax mit der Zusage, dass Kohlhage die gesamte Summe übernimmt. Weitere vier Tage später war das Geld auf unserem Konto.“

Mit Blick auf die Corona-Pandemie sagte Wiesemann zudem: „Gerade in diesen Zeiten brauchen die Kleinen etwas, von dem sie profitieren können.“ Mit den bald neuen Spielgeräten sei beim endlich besseren Wetter dafür gesorgt. „Und dann werde ich das ein oder andere Mal sicher zufrieden aus meinem Bürofenster im Rathaus auf die spielenden Kinder schauen“, war sich der Bürgermeister bereits jetzt sicher.

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