Für 38.000 Euro: Darum bekommt die Burgschule eine neue Küche

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Hauswirtschaftskraft Andrea Redies kocht in der OGS der Neuenrader Burgschule täglich frisch für die Kinder.

Neuenrade - Wenn es darum geht, Schulkindern etwas Gutes zu tun, ziehen in der Regel die Neuenrader allesamt an einem Strang.

So war es im Rat Konsens, dass alle anwesenden Ratsmitglieder für einen Zuschuss in Höhe von 380 00 Euro votierten. Der Zuschuss kommt der Offenen Ganztagsschule (OGS) im Primarbereich zugute. Es soll eine neue Küche für die Burgschule angeschafft werden. CDU-Fraktionschef Mark Hantelmann sagte: „Das ist eine gute Sache. Lasst uns das frische Essen auf den Weg bringen.“ Ähnlich äußerten sich die Vertreter der anderen Fraktionen. 

Wurden in den Anfangszeiten der OGS angelieferte Mahlzeiten im Prinzip nur warm gemacht, so hat sich das in den vergangenen Jahren gewandelt. Nicht nur, dass nun viel mehr Kinder mittags eine warme Mahlzeit haben wollen, sondern es wurde auch immer frisch und der Jahreszeit entsprechend gekocht. 

Kapazitäten sind ausgeschöpft

Bei einem gemeinsamen Gespräch mit Schulleitung, OGS-Verantwortlichen und Vertretern des Schulträgers kam heraus, dass die Möglichkeiten der Küche, täglich mehr als 50 frische Mahlzeiten zu kochen, ausgeschöpft sind. Nur mit Mühe, so heißt es, gelinge das jeden Tag. So mussten sogar ein paar Schüler abgelehnt werden, die gerne ein Mittagessen gehabt hätten. 

Der Bereich der Offenen Ganztagsschule an der Burgschule wächst und wächst zudem. Zum Schuljahr 2019/2020 werden nach aktuellem Stand 64 Kinder die OGS besuchen. Zudem erwartet die Verwaltung für die kommenden Jahre noch einen leichten Anstieg der Zahlen. Deshalb will der Betreuungsverein, der sozusagen die OGS steuert, noch eine dritte Gruppe aufmachen. Der Geschäftsführerin des Betreuungsvereins, Kerstin Strasser, ist es gelungen, das dafür nötige Personal anzuheuern. 

Mittelfristig bis zu 100 Kinder

Die Stadtverwaltung glaubt nun, dass mittelfristig 90 bis 100 Kinder zu betreuen sind und dass davon wohl bis zu 75 Kinder mittags warm essen wollen. Auch weitere personelle Unterstützung in der Küche wird in diesem Fall wohl nötig sein. 

Ein Angebot für eine Küche mit allerlei Gerätschaften plus neuer Dunstabzugshaube über 38 000 Euro liegt vor. Der Betreuungsverein hat jedoch nicht genug Geld, um diese Investition alleine zu leisten, fließen Mittel doch schon in den Personalbereich und werden für das Essen ausgegeben. 

Stadt übernimmt die Kosten

In der finalen Ratssitzung vor den Sommerferien beschloss das Gremium, einstimmig den Investitionskostenzuschuss außerplanmäßig in entsprechender Höhe zu bewilligen. 

Die OGS ist übrigens nicht etwa nur Verwahranstalt und Essensbeschaffer für die Grundschüler. Was zunächst das Essen anbelangt, so wird eine gewisse Esskultur vermittelt. Das reicht vom Händewaschen vor dem Essen über den Hinweis, dass die Kinder von allem Angebotenen etwas probieren sollen, Messer und Gabel eingesetzt werden, erst gegessen wird, wenn alle am Tisch sitzen und dass die Kleinen weder schmatzen, schlürfen noch rülpsen oder die Nase hochziehen sollen. Schließlich geht es um Wertschätzung und dass die Kinder das gemeinsame Essen genießen. 

Hilfe bei den Hausaufgaben

Das Betreuungsteam der Offenen Ganztagsschule leistet jede Menge: Es beginnt mit klassischer Erziehungsarbeit, reicht über das Vermitteln von Sozialverhaltens bis hin zu Integrationsarbeit. In der OGS gibt es natürlich die Hausaufgabenbetreuung und sogar eine Art erweiterten Unterricht. Mit den Kindern wird beispielsweise spielerisch Mathe geübt („in Gemeinschaft lernt es sich besser“) und mit den Pädagogen der Grundschule stimmen sich die Betreuer in vielerlei Hinsicht ab. 

Der Betreuungsbedarf steigt also kontinuierlich. „Die Kinder kommen mit weniger Kompetenzen zu uns, als noch vor ein paar Jahren“, sagte OGS-Leiterin Petra Levermann zuletzt. Da geht es um motorischen Defizite und um Konzentrationsfähigkeit – man kümmert sich bei der OGS

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