Prozess gegen 30-jährigen Neuenrader

30-Jähriger gesteht Handel mit Amphetaminen

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Mit einem umfassenden Geständnis begann am Freitag im Landgericht Hagen der Prozess gegen einen 30-jährigen Neuenrader.

Neuenrade - Mit einem umfassenden Geständnis begann am Freitag im Landgericht Hagen der Prozess gegen einen 30-jährigen Neuenrader. Der Mann gab zu,  Amphetamine gekauft zu haben.

Zudem gab er zu, am Reformationstag des Jahres 2014 mit einem Mittäter nach Meerbusch gefahren zu sein, um dort ein, zwei Stunden vor Mitternacht 440 Gramm verbotener Aufputschmittel zu kaufen. 800 Euro habe er dafür angelegt. Das Rauschmittel war offenbar für den Neuenrader Drogenmarkt bestimmt.

Dass der Angeklagte bei der Autofahrt nach Meerbusch ein Klappmesser mitführte, verschärft die Anklage: „Unerlaubtes bewaffnetes Handeltreiben mit Betäubungsmitteln“ lautet der Tatvorwurf. Die Justiz sieht die Verbindung aus Drogengeschäften und mitgeführten Waffen sehr kritisch. In diesem Punkt beschwichtigte der Angeklagte: Das Messer sei ein besseres Teppichmesser, und das habe er berufsbedingt oft dabei. „Über das Messer habe ich mir gar keine Gedanken gemacht.“ Die Länge der Klinge klang allerdings nicht sehr vertrauenserweckend: 6,8 Zentimeter. Das Messer hatte bei der Festnahme des Angeklagten durch die Autobahnpolizei kurz nach dem Ankauf der Ware allerdings keine Rolle gespielt.

Hinsichtlich der ganzen Geschichte zeigte der Angeklagte Bedauern: „Ich bereue zutiefst, dass ich das gemacht habe.“ Ausführlich schilderte er seine gesundheitlichen Probleme, gegen die er relativ starke Schmerzmittel einnehmen musste. Um dennoch wach und leistungsfähig zu bleiben, habe er mit dem Konsum der Aufputschmittel begonnen. Die angekaufte Menge sei für seinen Eigenkonsum und zum Weiterverkauf bestimmt gewesen. Mit dem Erlös habe er seinen Anteil finanzieren wollen.

Nach anfänglichem Zögern gab der Angeklagte auch zu, dass der Stoff für eine Vielzahl von Konsumenten bestimmt gewesen sei. Viel Zeit verwendete die 4. große Strafkammer auf die Frage nach der Schlüssigkeit der Angaben des Angeklagten. Die Art der Verständigung mit dem Mittäter und die Tatsache, dass dieser die Adresse des Kauf-Hauses in Meerbusch im Navigationsgerät einprogrammiert hatte, ließen die Vorsitzende vermuten, dass der Angeklagte schon ähnliche Geschäfte getätigt hatte: „Auf den ersten Blick fällt es schwer zu glauben, dass das das erste Mal gewesen sein soll?!“ Der Angeklagte versicherte, dass es genau so sei.

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