226.000 Euro für Sanierungen an Schulen

NEUENRADE - Auf die Sommerferien haben nicht nur Schulkinder und Lehrer gewartet – auch beim Schulverwaltungsamt und im Bauamt sah man den Sommerferien sicherlich ungeduldig entgegen. Allerdings deshalb, weil man die unterrichtsfreie Zeit für umfassende Baumaßnahmen an den Schulgebäuden nutzen will.

Im Fokus stehen hier die Gemeinschaftsschule und die Hauptschule – denn die Hauptschule schrumpft, weil keine Schüler mehr nachkommen und die Gemeinschaftsschule wächst stetig um 75 Schüler pro Saison – mit entsprechenden Konsequenzen. Die Verwaltung der Gemeinschaftsschule wird dann in den Hauptschultrakt ziehen, die Hauptschulverwaltung in den hinteren Teil des Gebäudes, wo bis vor kurzem noch eine Kindertagesstätte ihren Sitz hatte.

Das hat umfassende Umbaumaßnahmen in dem Schulkomplex zu folge. Bauamtschef Marcus Henninger: „Das werden wir nicht alles im Sommer schaffen, ein Teil muss wohl in den Herbstferien erledigt werden“. In der Tat werden in dem Schulkomplex nicht nur Tische und Bänke verrückt. Der Gebäudetrakt müsse eben den aktuellen Erfordernissen angepasst werden, sagte Henninger. Schon Volker Grünberg, einst Hauptschulleiter, habe die Notwendigkeit gesehen, aber angesichts der damals aktuellen Entwicklungen verzichtet. Beim Umzug muss beachtet werden, dass Funktionsträger der Gemeinschaftsschule eigene Büros haben müssen.

Außerdem wächst kontinuierlich die Zahl der Lehrer – die provisorischen Büros der Gemeinschaftsschule reichen nicht mehr. Auch im Hinblick auf die EDV sei eine andere Verkabelung nötig, sagte Henninger. Und eine neue Schließanlage wird es ebenfalls geben. Im ehemaligen Kindergartentrakt müssen ganz neue Klassenräume geschaffen werden. Gut 120 000 Euro wird das kosten. Renoviert werden auch die vom Schulhof zugänglichen Mädchentoiletten für 50 000 Euro. Und allein der Umzug des Verwaltungstraktes schlägt mit knapp 70 000 Euro zu Buche.

Hinzu kommen viele weitere, zum Teil größere Posten. Alles in allem sind im Haushalt für den Umzug 266 000 Euro veranschlagt. Geförderte Umbauten und Anbauten gibt es im Rahmen der U3-Betreuung noch in den städtischen Kitas. Am augenfälligsten ist der Anbau der Kita an der Uhlandstraße. In den anderen Einrichtung wurde oder wird im Innenbereich saniert.

Bleibt noch der Hinweis auf die Erneuerung des Rathausdaches. So gab es jüngst erfreuliche Post, wie der Bauamtsleiter berichtete. Obwohl landauf und landab von Kürzungen im Denkmalbereich die Rede sei, traf im Rathaus glücklicherweise ein Förderbescheid ein. Eingeplant sind für das Dach immerhin 270 000 Euro.

Rubriklistenbild: © Foto: dpa

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