1. come-on.de
  2. Lennetal
  3. Neuenrade

21-Jähriger hat Blutkrebs: Wangenabstrich kann Leben retten - online mitmachen

Erstellt:

Von: Peter von der Beck

Kommentare

„Unsere Zukunft liegt in Deinen Händen“, heißt es auf der DKMS-Seite. Justin und seine Freundin Leonie: Die beiden wollen sich ein gemeinsames Leben aufbauen.
„Unsere Zukunft liegt in Deinen Händen“, heißt es auf der DKMS-Seite. Justin und seine Freundin Leonie: Die beiden wollen sich ein gemeinsames Leben aufbauen. © Privat

Er trifft sich mit Freunden, treibt Sport, zockt gern, studiert Betriebswirtschaft und will sich mit Leonie ein gemeinsames Leben aufbauen. Jetzt kämpft der 21-jährige Justin Slomka aus Werdohl um sein Leben.

Neuenrade/Werdohl – „Justin bekam die Diagnose Leukämie. Nur eine Stammzellspende kann den jungen Mann retten“. Das sagte Echterhage-Holding-Geschäftsführer Sebastian Janik. Dort arbeitet Justin Slomka seit August als Werkstudent.

Wie Janik am Dienstag erläuterte, war die endgültige Diagnose bis zuletzt nicht klar, zunächst sei man von einer Variante von Lymphdrüsenkrebs ausgegangen, nun stehe wohl fest, dass es sich um Leukämie handele. Justin sei hart im Nehmen, habe bis vor Kurzem keinen Tag in der Firma versäumt – auch um sich abzulenken. Noch jüngst habe er ein großes Projekt mitbetreut, sagte Janik.

„Und jetzt kann eben nur eine Stammzellenspende ihn retten“, sagte Janik. Derzeit ist Justin in einer Düsseldorfer Klinik. Nach der Diagnose habe man ihn gleich dort behalten. Bei der E-Holding bleibt man indes nicht untätig und zieht nun alle Register, um Justin Slomka zu helfen. Janik erläuterte, dass man in der E-Holding eine PR-Aktion für Justin gestartet habe, um das komplette Firmennetzwerk zu aktivieren, auf allen Social-Media-Kanälen sei man aktiv geworden.

Die E-Holding hilft und trommelt für die Aktion: Chef Sebastian Janik, Justins Vorgesetzte Bernd Schäckel und Neel Sheth und PR-Frau Maren Nottelmann.
Die E-Holding hilft und trommelt für die Aktion: Chef Sebastian Janik, Justins Vorgesetzte Bernd Schäckel und Neel Sheth und PR-Frau Maren Nottelmann. © von der Beck, Peter

Am Mittwochvormittag bietet die Holding gemeinsam mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei) den Mitarbeitern im Besprechungsraum am Stammsitz in Küntrop die Gelegenheit, sich schnell typisieren zu lassen. 100 Typisierungssätze á 40 Euro wurden gekauft, um die DKMS zu unterstützen und auch, um die Aktion anzuschieben.

Ein einfacher Wangenabstrich reicht aus, um die Merkmale zu bestimmen. Das Ergebnis wird mit der Patientendatei abgeglichen, bei einer Übereinstimmung beginnt die Feintypisierung. Ist das Ergebnis auch positiv, können entweder aus dem Blut (was in 80 Prozent der Fälle zutrifft) oder durch Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm Stammzellen gewonnen werden. Klar ist: Je mehr Menschen sich typisieren lassen, umso höher ist die Wahrscheinlichkeit, einen Spender zu finden.

Jedermann kann mit einem sehr geringem Aufwand mitmachen. Einfach online kostenlos einen Typisierungssatz bestellen, per QR-Code registrieren, Wangenabstrich machen, eintüten, Einwilligungserklärung unterschreiben, wegschicken und hoffen, dass man Justins Leben rettet – oder das eines anderen Menschen. Das ist kostenlos, aber natürlich kann jedermann auch die Kosten für den Typisierungssatz übernehmen, denn jeder Euro hilft, heißt es bei der DKMS

Wer sich an der Aktion für Justin Slomka beteiligen oder zunächst weitere Informationen bekommen möchte, findet diese hier.

Auch interessant

Kommentare