First Responder sind seit zehn Jahren im Einsatz

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Heinz-Jürgen Böhmer und das First-Responder Team laden für den 10. Juni auf den HQS-Schulhof ein.

Neuenrade - Vor gut zehn Jahren, am 1. Mai 2008, ging in Neuenrade ein Erfolgsprojekt an den Start: die First Responder.

Diese schnelle Eingreiftruppe der örtlichen Feuerwehr hat seither gut 1600 Einsätze gefahren – also im Schnitt beinahe jeden zweiten Tag einen. Zehn Jahre First Responder (FR) sind für die Neuenrader Feuerwehr Grund genug, am Sonntag, 10. Juni, groß zu feiern. Auf dem Schulhof der Hönnequellschule in der Niederheide (HQS) werden die 20 FR-Einsatzkräfte sich der Bevölkerung präsentieren. „Wir wollen den Leuten zeigen: Das sind normale Menschen mit Gesichtern wie Du und ich“, begründet der stellvertretende Wehrleiter Heinz-Jürgen Böhmer. 

Zehn FR-Kräfte gehören zum Löschzug 1 und sind zuständig für Neuenrade und Küntrop. Zehn weitere sind der Löschgruppe Affeln angeschlossen. Sie versorgen die Dörfer Affeln, Altenaffeln und Blintrop. Böhmer verrät: „Die Einsatzkräfte rücken nach spätestens vier Minuten aus, manchmal auch schon zwei Minuten nach dem Alarm.“ Der Vorteil liegt auf der Hand: „Im Regelfall sind die First Responder acht Minuten früher beim Patienten als der Rettungsdienst.“ 

Eine Statistik, wie viele Leben die schnelle Einsatztruppe gerettet hat, wird nicht geführt. Böhmer weiß jedoch: „Ich kenne persönlich Menschen, die heute nicht durch die Stadt laufen würden, wenn es die First Responder nicht gegeben hätte.“ 

Am Einsatzort angekommen, strukturieren die FR-Einsatzkräfte die Lage, bereiten alles für die Rettungskräfte vor. „Eine ganz wichtige Aufgabe für sie ist aber auch, die Angehörigen eines Betroffenen zu beruhigen“, weiß der stellvertretende Wehrleiter. Böhmer ergänzt: „Die First Responder stehen 24 Stunden am Tag bereit, ehrenamtlich. Und das Ganze kostet den Bürger nichts. Das ist von der Stadt finanziert.“ 

Die Politik hatte auch einen großen Anteil daran, dass es die First Responder in Neuenrade überhaupt gibt. Der damalige Bürgermeister Klaus Peter Sasse hat – gemeinsam mit Heinz-Jürgen Böhmer – dieses Projekt initiiert. Die Stadt gab 10 000 Euro für die Erstausstattung des Einsatzwagens. 

Das First-Responder-Fest am 10. Juni beginnt um 11 Uhr. „Ende ist erst, wenn der letzte Besucher geht“, verspricht Böhmer. In der Zeit dazwischen gibt es viel zu erleben. Nicht nur das First-Responder-Einsatzfahrzeug können Besucher inspizieren. Auch der Rettungsbus des Märkischen Kreises kann begutachtet werden, ebenso wie der Gerätewagen ManV aus Plettenberg. ManV steht für Massenanfall von Verletzten. Aus dem Fahrzeug heraus können bis zu 25 Verletzte zugleich versorgt werden. 

Die Iserlohner Rettungshundestaffel wird auf dem Schulhof der HQS stündlich Vorführungen machen, ebenso wie die First Responder aus Neuenrade. Zum Programm für Mädchen und Jungen gehören eine Hüpfburg, das Kinderschminken und Kistenstapeln, bei welchem die Teilnehmer angeseilt in die Höhe gezogen werden. Zur Verpflegung der Besucher verspricht Böhmer „Bratwürstchen, Reibekuchen, Pommes und Kaltgetränke“.

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