Anfragen aus New York und Paris

16-jähriges Model besucht die Neuenrader Waldorfschule

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Die 16-jährige Maren Höppe besucht die Waldorfschule. Im Jahr 2014 fing sie mit dem Modeln an. Bereits zweimal lief sie auf den Laufstegen bei der Berliner Fashion Week mit Models aus aller Welt.

Neuenrade - Prominente aus aller Welt treffen sich auf der Fashion Week in Berlin. Mit dabei war auch Maren Höppe – die 16-Jährige besucht die Waldorfschule in Neuenrade und ist nebenbei Model. Sie habe bereits Anfragen aus New York, Paris und Kapstadt gehabt, erzählt ihre Mutter Kerstin, die gleichzeitig auch eine Art Managerin für das Mädchen ist.

Im Jahr 2014 begann die noch junge Karriere der Schülerin. „Damals haben mich Fotografen über Facebook angeschrieben“, erzählt sie. Gemeinsam mit einer Freundin habe sie auf ihrem Profil einige Bilder von sich hochgeladen. 

Anfragen aus dem Ausland

Eine Freundin ihrer Mutter, die Inhaberin eines Foto-Studios ist, habe sie dann zu Shootings eingeladen. Prompt folgten die ersten Anfragen aus dem Ausland. 

„Damals bekam ich eine Einladung aus Paris von der Agentur IMG“, erzählt sie. Diese sei eine echte Größe im Model-Geschäft. Prominente wie Gigi Hadid, Kate Moss, Heidi Klum und Gisele Bündchen sind dort unter Vertrag. „Zum Zeitpunkt der Einladung war sie 13 Jahre alt“, ergänzt ihre Mutter. Auch deswegen hätte sich die Familie gegen die Einladung entschieden. 

Immer öfter wurde sie für Foto-Shootings, Castings und Veranstaltungen als Model gebucht. Dabei lernte sie viele bekannte Gesichter kennen: Jorge González, Experte für den richtigen Gang auf dem Laufsteg, Boris Enterup, Make-Up-Artist bei Maybelline, Guido Maria Kretschmer, Designer und TV-Star. 

Absage an Heidi Klum

Aus den anfänglichen Foto-Shootings ist inzwischen eine echte Karriere als Model geworden. Die 16-Jährige ist bei zwei Agenturen unter Vertrag. Diese würden unter anderem eine rechtliche Absicherung bieten, erläutert ihre Mutter den Schritt. Auch Heidi Klum warb bereits um die 16-Jährige. „Ihre Agentur hat allerdings einen schlechten Ruf“, erklärt Kerstin Höppe. 

Maren Höppe traf auch schon den bekannten Designer Guido Maria Kretschmer.

Mit der Branche ist sie bestens vertraut. Sie arbeitet als Stylistin, unter anderem schon für Kretschmer und weitere Promis. Früher modelte sie selber. „Ich weiß worauf Maren bei bestimmten Entscheidungen achten sollte.“ 

Damit die Schülerin auch sportlich fit bleibt, besucht sie ein Fitnessstudio und hat auch einen Personal-Trainier. „Momentan kann ich zum Glück aber noch das essen was ich möchte“, sagt sie und lacht. 

Maren Höppe kann momentan ihren Traum leben. Dass das möglich ist, hat sie auch der Rücksichtnahme ihrer Lehrer und der Schulleitung der Waldorfschule zu verdanken. „Die bringen jede Menge Verständnis mit“, sagt Maren Höppe und freut sich. „Für die Fashion Week wurde ich beispielsweise eine gesamte Woche von der Schule freigestellt.“ 

Die Welt der Laufstege

So ist es ihr möglich, schon früh einen Einblick in die Welt der Laufstege zu bekommen. Diese sei oft sehr hart. So gebe es Foto-Shootings bei denen die Models gut behandelt würden und wieder andere, bei denen die Frauen nichts essen oder trinken dürften. 

„Teilweise ist das Geschäft eine echte Ausbeuterei“, weiß ihre Mutter. Auch im jungen Alter müssten viele Mädchen schon mit Kritik und viel Druck umgehen können. „Es braucht viel Selbstbewusstsein für diese Arbeit.“ 

Ob sie später hauptberuflich Model werden wolle, stehe noch nicht fest. Ihr Schulpraktikum will sie erstmal in einem Geschäft für Brautmode machen. Ihre Mutter hofft, dass sie ihr Abitur macht und dass das Modeln nur ein Hobby bleibt. 

Immerhin sei dies kein Beruf, der ein Leben lang ausgeübt werde. „Bei uns in der Familie sagen wir immer: Schönheit vergeht, Bildung bleibt.“ Da nickt auch ihre Tochter zustimmend.

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