Makler ist beauftragt

Für 135.000 Euro: Pfarrheim in Affeln soll verkauft werden

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Noch prangt der Schriftzug „Pfarrheim St. Lambertus“ auf dem Gebäude.

Affeln – Das Affelner Pfarrhaus soll verkauft werden. Die Gemeinde St. Lambertus hat den Balver Makler Schäfer Immobilien eingeschaltet. Der bietet das Gebäude im Auftrag der Gemeinde für 135 000 Euro an.

Zuletzt wurde das Gebäude als Unterkunft für Flüchtlingsfamilien genutzt. Jetzt ist es nicht mehr bewohnt. 

Das ist offenbar auch nicht mehr nötig. Wie Pfarrer Andreas Schulte erläuterte, habe sich die Situation ja entschärft, der seinerzeit mit der Stadt geschlossene Vertrag sei wieder gelöst worden, weil eben das Gebäude nicht mehr benötigt werde. 

Umbaumaßnahmen vorgenommen

Die Gemeinde hatte seinerzeit noch einige Umbaumaßnahmen (zum Beispiel Schlaafsaal) vorgenommen, um die Flüchtlinge unterbringen zu können, erläuterte Daniel Pohle aus dem Kirchenvorstand der Gemeinde. Nun aber sei das Gebäude wirtschaftlich nicht mehr tragbar, denn auch Fördermittel des Bistums Paderborn fielen weg, weil dieses Gebäude eben nicht betriebsnotwendig sei. 

Nun würden sich die Verantwortlichen der Gemeinde freuen, wenn das zentral neben der Kirche gelegene Gebäude „in gute Hände“ kommen würde. Es sei zum Beispiel für eine Arztpraxis ideal, auch eine Rechtsanwaltskanzlei würde sich dort sicher gut machen. Auch andere private Nutzungen seien denkbar, hieß es. 

Angebote gibt es bereits

Dass das Gebäude von der Gemeinde immer gut gepflegt worden sei, bestätigt Daniel Pohle. Angebote und Nachfragen gebe es schon. Pohle sprach von mehreren Interessenten, wartet jetzt gelassen ab: „Wir stehen nicht unter Druck.“ Sollte das Pfarrheim wieder Erwarten nicht verkauft werden können, bliebe als letzte Option noch der Abriss. 

Das Haus ist Baujahr 1868 und damit 151 Jahre alt. Es handelt sich um ein massives Gebäude, das überwiegend als Pfarrheim genutzt wurde. Die Räume sind daher ziemlich groß. 

Aufteilung in mehrere Zimmer möglich

Laut Maklerbeschreibung ist die Aufteilung in mehrere Zimmer möglich. Im Erdgeschoss liegen ein großer und ein kleiner Versammlungsraum. Eine Zwischentür ist so angelegt, dass der Saal insgesamt oder eben geteilt genutzt werden kann. Auf der Ebene sind auch eine Küche, Toiletten und Dusche vorhanden. „Die Wohn-/Nutzfläche beträgt circa 122 Quadratmeter“, schreibt der Makler. Ein Versammlungsraum – 84 Quadratmeter – ist auch im Dachgeschoss vorhanden, hinzu kommt ein kleinerer Saal. 

Unter dem Strich beträgt die gesamte Wohn-/Nutzfläche rund 250 Quadratmeter. Auch „ein bedingt nutzbarer“ Spitzboden – zusätzliche 98 Quadratmeter – ist vorhanden. Geheizt wird mit einer Gaszentralheizung, vorhandene Bodenbeläge bestehena aus Kork , PVC und Fliesen. Eine Besonderheit ist der Nutzung als Versammlungsort geschuldet. „Das Obergeschoss ist zusätzlich zum Treppenhaus noch über eine Außentreppe (Fluchtweg) erreichbar,“ heißt es auf der Homepage des Maklers.

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