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4.000 Haushalte: Glasfaser für Kernstadt und Küntrop

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Von: Peter von der Beck

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Trommeln für Glasfaser mit Eon: (von links) Regionalmanager Heiko Grebe, Kommunalbetreuer Johannes Kobeloer, Vertriebler Jürgen Schumacher und Bürgermeister Antonius Wiesemann.
Trommeln für Glasfaser mit Eon: (von links) Regionalmanager Heiko Grebe, Kommunalbetreuer Johannes Kobeloer, Vertriebler Jürgen Schumacher und Bürgermeister Antonius Wiesemann. © von der Beck, Peter

Mit einem gewaltigen Aufwand startet Westconnect (Tochter von Eon) in Neuenrade und Küntrop eine Anwerbungsaktion, um insgesamt 4 000 Haushalte mit einem Glasfaseranschluss zu versorgen.

Ziel ist, für mindestens 40 Prozent der Anschlüsse in jedem Ortsteil einen Vorvertrag zu erzielen. Neuenrade und Küntrop werden dabei als separate Einheiten gezählt. Insgesamt 1 600 Vorverträge müssen es also werden. Gelingt das nicht, so wird es lange nichts mit den Glasfaseranschlüssen. Doch das Management ist guten Mutes. Denn: Schon an anderen Standorten sei man erfolgreich gewesen. Westconnect hieß früher Westenergie Breitband und gehört zum Eon-Konzern. In Neuenrade wird das Stadtgebiet über Eon mit Gas und teilweise mit Strom versorgt.

Für die Stadt Neuenrade ist das Unternehmen ein wichtiger Infrastruktur-Partner – weshalb auch die Stadt die Westconnect GmbH, die ganz Westdeutschland mit Glasfaser versorgen will, unterstützt. Bürgermeister Antonius Wiesemann (CDU) sagte am Donnerstag im Bürgermeisterbüro bei der Vorstellung des Konzeptes, dass Glasfaser auch wichtig für die privaten Neuenrader Haushalte sei. Er erwähnte Homeschooling oder Homeoffice. „Das ist wichtig für uns als Stadt. Und wir sind froh, dass Westconnect das macht.“ Ins selbe Horn stieß der für Neuenrade zuständige Kommunalbetreuer Johannes Kobeloer: „Glasfaser ist ein ganz wichtiger Standortfaktor. Junge Familien, die sich ansiedeln wollen, fragen danach.“ Wenn man zudem bis 2030 flächendeckend Glasfaser haben wollte, gehe das eben auch nur mit privatwirtschaftlichem Engagement. Angesichts anderer Technologien (Glasfaser und Kupfer gemischt) sagte er: „Die Zukunft ist reines Glasfaser-Internet.“ Regionalmanager Heiko Grebe machte die Dimensionen deutlich: „Wir haben Finanzpartner an Bord geholt. Es werden dreistellige Millionenbeträge (in Westdeutschland) investiert.“

Den Anschluss gibt es kostenfrei

Westconnect macht daher den Neuenrader dort, wo diverse Mitbewerber noch nicht waren, ein Angebot. Interessierte, welche diese Chance im Rahmen der Vorvermarktung wahrnehmen würden, profitierten von einem kostenfreien Anschluss. Danach würde ein Anschluss wohl 1 500 Euro kosten. Im Rahmen des Pressegesprächs betonten die Verantwortlichen des Untenrehmens, das zukünftig ein DSL-Anschluss nicht mehr ausreiche. „In den kommenden fünf Jahren werden sich die zu transportierenden Datenmengen um das Sechsfache erhöhen.“ Privathaushalte und Betriebe benötigten daher eine zukunftssichere Infrastruktur. Mit Glasfaser direkt im Haus könnten bis 1 000 Megabit pro Sekunde erreicht werden. Kommunalbetreuer Kobeloer betonte, dass man beim Glasfaser die Bandbreite nicht mit anderen teilen müsse und immer die volle Leistung zur Verfügung stünde, der Wert der Immobilie werde gesteigert. Auch Telemedizin sei mit Glasfaser besser möglich. Regionalmanager Grebe sagte: „Telemedizin wird gerade auf dem Land eine große Rolle spielen.“

Für die Vorvermarktung bemüht Westconnect das Englische. Mit dem „Fiber-To-The-Home“-Ausbau will das Unternehmen bereits am 1. November starten. Bis zum 28. Februar ist dann Zeit, um die 40-Prozent-Quote zu erfüllen. Dafür setzt Westconnect auf erfahrene Direktvermarkter. Die werden von Haus zu Haus ziehen, mehrfache Flyeraktionen kündigen ihr Kommen an. Auch Termine sind auf Wunsch möglich. Die Vermarkter können aufkommende Fragen beantworten. Sie können sich mit Namen, Lichtbild und Registriernummer ausweisen. Die Verträge, welche geschlossen werden, sind Vorverträge. Sie werden erst nach Erreichen der Quote rechtsgültig. Geht alles gut, können die ersten Häuser bereits Anfang 2024 angeschlossen werden.

Auch Ältere mit großem Interesse

Der erfahrene Vertriebler Jürgen Schumacher betonte, dass seiner Erfahrung nach Ältere großes Interesse an Glasfaser-Anschlüssen hätten – ganz im Sinne der Kinder und Enkel.

Info-Veranstaltungen:

Dienstag, 8. November, 19 Uhr, Kaisergarten; Mittwoch, 9. November, 19 Uhr, Schützenhalle Küntrop. Zusammengefasst werden die Infos unter www.eon-highspeed.com/neuenrade oder www.eon-highspeed.com/kuentrop.

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