Bürger trotz Rückschlägen zuversichtlich

Gabriele und Wolfgang Kube konzentrierten sich auf den Neubau des evangelischen Gemeindehauses.  Foto: Bröer

NACHRODT-WIBLINGWERDE -   In einer kleinen Umfrage unter Bürgern der Doppelgemeinde erkundigt sich das AK nach den Wünschen für 2015. Jürgen Kalf aus Wiblingwerde wünscht sich, dass die Menschen sich untereinander besser verstehen. Nachdem er im vergangenen Jahr Island mit dem Fahrrad erkundete, steht im kommenden Jahr möglicherweise auch noch Grönland auf seinem Reiseplan. „Das liegt doch fasst nebeneinander“, schmunzelte er.

Sein absoluter Höhepunkt im vergangenen Jahr war natürlich seine Radtour auf Island. „Ich habe die ganze Insel mit dem Fahrrad erkundet und dabei versucht, meine Grenzen zu entdecken. Habe ich aber nicht. Deswegen möchte ich diese Reise gerne noch einmal toppen“. Er habe sich im vergangenen Jahr zwischen 300000 Inselbewohnern und fünf Millionen Schafen sehr wohl gefühlt. „Überhaupt kein Stress. Alles war gut“.

Im laufenden Jahr möchte er die Insel gerne noch einmal besuchen. Die Natur auf Island, so der Globetrotter, sei einmalig. Gut, er habe im vergangenen Jahr zweimal kurz im Krankenhaus gelegen. Aber das sei zweitrangig. Für 2015 freut er sich wieder auf 300000 Einwohner und fünf Millionen Schafe. „Und vielleicht auch auf Grönland“, ergänzt Kalf.

Heide und Helmut Ziebach haben ein hartes Jahr hinter sich. Helmut Ziebach musste neben einer schweren Operation auch noch eine Lungenembolie überstehen. „Wir danken den Ärzten, dass mein Mann und ich jetzt wieder lachen können“, sagt Heidi Ziebach. Denn das wäre in 2014 nur selten vorgekommen. Für 2015 wünschen sie sich natürlich in erster Linie Gesundheit. „Wir möchten das Leben wieder genießen und auch endlich wieder wandern gehen“, sagt das Ehepaar unisono.

Friedhelm und Monika Wolf haben das Jahr 2014 –„unbeschadet“, wie das Ehepaar sagt - überstanden. Besondere Höhepunkte jedoch habe es nicht gegeben. Für 2015 hoffen sie, das es ähnlich verläuft wie 2014. Beide allerdings wünschen sich mehr Hilfe für Asylbewerber und sind daher froh über die derzeitigen Aktivitäten in der Doppelgemeinde.

Herrmann Boshe-Plois, zweiter Vorsitzender des Heimat- und Verkehrsvereines, schließt sich der positiven Beurteilung an. „Das Jahr war echt gut“, sagt er. Alle im Verein hätten bei den verschiedensten Veranstaltungen mit angepackt. Und das sei ja nun auch nicht unbedingt selbstverständlich. Privat wäre alles gut verlaufen. Seine Arbeit mache ihm Spaß. Und er würde sich auch noch für einige Jahre ausführen dürfen. Seine Wünsche für 2015? „Erstens Gesundheit und zweitens ein erster Vorsitzender für den Heimat- und Verkehrsverein“.

Für Pastor Hermann-Josef Lösing, dem Seelsorger der katholischen Kirchengemeinde in Nachrodt, war das Jahr 2014 nicht gerade eine Offenbarung. „Das Jahr hatte eigentlich mehr Tiefen als Höhen für mich“, sagte er im Gespräch mit dem AK. Im April sei er erkrankt, jedoch noch um eine Operation herum gekommen. „Ich werde jetzt medikamentös eingestellt“, erklärte der Geistliche. „Und zum Glück funktioniert das sehr gut“. In der Zwischenzeit sehr er wieder besser „auf dem Damm“. Sogar so gut, dass er es sich wieder habe erlauben können, gute Freunde im Ruhrgebiet zu besuchen.

Ausserdem würde sich in den Reihen der katholischen Kirche durch die „Eingriffe“ des Papstes ja nun einiges tun. „Ganz grundsätzlich finde ich gut, was Franziskus da macht, bin aber auch gleichzeitig gespannt, wie sich das in den einzelnen Gemeinden auswirkt“. Für das laufende Jahr wünscht er sich natürlich Gesundheit und eine weiterhin so gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde, wie das bisher schon der Fall war.

Gabriele und Wolfgang Kube sind froh, ein Jahr voller Arbeit hinter sich gebracht zu haben. Im September 2014 wurde das neue Gemeindehaus eingeweiht. Es grenzt unmittelbar an das Pfarrhaus. „Durch die vielen Bagger und Baufahrzeuge wurde es manchmal ganz schön laut“, erinnert sich Gabriele Kube. Ihr und das Leben ihres Mannes Wolfgang sei im vergangenen Jahr auch hauptsächlich auf den Neubau ausgerichtet gewesen. „Der Bau hat uns fast täglich gefordert“. Für 2015 wünschen sie sich, wie alle Befragten, auch Gesundheit. In erster Linie Wolfgang Kube, seines Zeichens Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Nachrodt-Obstfeld, wünscht sich ein festes Zusammenhalten der Gläubigen. „Wir haben viele Pläne für 2015“, verrät er. „Mal gucken, was wir gemeinsam erreichen und was sonst noch so passiert“.

Von Hartwig Bröer

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