Turnschwestern haben sich nie aus den Augen verloren

Eine Einheit Sport gehört immer dazu, wenn die Frauen des früheren zweiten Bezirks sich einmal im Jahr wiedersehen. Nach der kurzen Turnstunde gab es einen kleinen Spaziergang oben drauf. Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Diese Einladung wird jedes Jahr heiß ersehnt: Für die Turnschwestern der Sportvereine zwischen Lüdenscheid und Altena ist das Treffen des ehemaligen zweiten Bezirks immer ein wunderschönes Wiedersehen. Im Wechsel wird es jährlich von einem anderen Verein ausgerichtet und am Samstag war der TV Wiblingwerde an der Reihe.

Der zweite Bezirk hat schon immer für Zusammenhalt gestanden und als er im Jahr 2007 in der Gründung des großen Lenne-Volme-Turngaus aufging, war es für die Frauen gar keine Frage, ihre Treffen aufrecht zu erhalten. „Die gab es schon Jahrzehnte und sie waren immer eine tolle Gelegenheit, die Turnschwestern aus der Nachbarschaft wiederzusehen“, schildern die Seniorinnen unter den Teilnehmerinnen.

Zum Bezirk gehörten der TuS Oberrahmede, TuS Mühlenrahmede, TuRa Eggenscheid, TV Städtisch Rahmede, TV Wiblingwerde, und TSV Altena. Alle Vereine richten seit Bezirksauflösung das jährliche Frauentreffen im Wechsel aus.

Um die sportliche Begrüßung kümmerte sich am Samstag Heike Herrmann, die ein lockeres Aufwärmtraining für die 52 angemeldeten Frauen vorbereitet hatte in der Turnhalle. Anschließend luden Gisela Szmania und Anneliese Braun zu einem Spaziergang durchs malerische Wiblingwerde ein, der im Gemeindehaus der evangelischen Kirchengemeinde bei einem Kaffeetrinken ausklang. Dort war aber für insgesamt 70 Personen gedeckt, denn die Helferinnen des gastgebenden Wiblingwerder Turnvereins gesellten sich natürlich später auch unter die Turnschwestern.

Tradition ist, dass bei den Treffen immer mindestens ein Lied gesungen wird. Am Samstag in Wiblingwerde stimmten die Damen einige witzige Reime an zur Melodie des bekannten Kirchenlieds „Geh aus, mein Herz, und suche Freud“: „Herr Doktor, mir tut alles weg, der Kopf brummt und der kleine Zeh, auch beide Hüften schmerzen. Die Knie machen nicht mehr mit, und piksen mich bei jedem Schritt und dann der Klopf am Herzen...

Mein Rücken ist ne große Pein, dazu quält mich ein offnes Bein, in beiden Ohren pfeift es. Im Auge wohnt ein grauer Star, der rupft noch aus das letzte Haar und im Gedärm da kneift es!

Ich selber kann und mag nicht ruhn und werde heute etwas tun, das kommt mir sehr gelegen. Wenn es auch gleich nicht alles klappt, so mache ich bestimmt nicht schlapp, werd mich mit euch bewegen und hoff’, es wird zum Segen!“

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