Fettbrand in der Küche – Kind muss ins Krankenhaus

Mit Atemschutzgeräten ausgerüstete Feuerwehrmänner löschten das Feuer in der Erdgeschosswohnung an der Ehrenmalstraße.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Freiwillige Feuerwehr musste am frühen Dienstagabend zu einem Zimmerbrand an der Ehrenmalstraße ausrücken. Bei dem Feuer wurde ein Zweieinhalbjähriges Kind leicht verletzt.

Eine 28-jährige Frau hatte in der Küche der Erdgeschosswohnung an der Ehrenmalstraße gekocht, als dort gegen 17.30 Uhr beim Kochen Fett in Brand geriet. Nach Angaben der Polzei soll der Frau der Topf auf dem Herd verrutscht sein, wodurch das heiße Fett zu brennen begonnen hat. Aufgeschreckt durch die enorme Rauchentwicklung, habe der 31-jährige Ehemann dann die Feuerwehr alarmiert und mit seiner Frau und dem gemeinsamen Kind die Wohnung verlassen. Das zweieinhalbjährige Kind wurde anschließend vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht, weil es vorübergehend den giftigen Rauchgasen ausgesetzt war. Die Eltern blieben unversehrt.

Die Feuerwehr, die nach der Alarmierung von einem Vollbrand der Küche und einer Gefährdung der Bewohner ausgehen musste, rückte mit sechs Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften an. „Bei einem solchen Einsatz steht für uns immer die Menschenrettung im Vordergrund“, erklärte Gemeindebrandinspektor Michael Kling das große Aufgebot. Beim Eintreffen am Brandort habe die Feuerwehr jedoch feststellen können, dass der Familienvater „vollkommen richtig gehandelt“ habe, sagte Kling weiter. Noch auf dem Weg zum Einsatzort befindliche Feuerwehreinheiten seien deshalb zurückbeordert worden.

Ein mit Atemschutzgeräten ausgerüsteter Trupp ging in das völlig verrauchte Gebäude und löschte das Feuer mit einem Hohlstrahlrohr, was einen ebenso wassersparenden wie dynamischen Löschangriff ermöglichte. Während der Löscharbeiten musste die Ehrenmalstraße für den Verkehr komplett gesperrt werden. Nach etwa zwei Stunden konnte die Feuerwehr wieder einrücken.

Die Schadenshöhe konnte die Polizei am Mittwoch noch nicht beziffern. Ein Sprecher sprach von einer vierstelligen Summe. Gemeindebrandinspektor Kling geht davon aus, dass durch das offene Fettfeuer auch die mit Fett getränkten Filter der Dunstabzugshaube Feuer gefangen und für eine Ausdehnung des Brandes gesorgt haben. - Volker Griese

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