Zwei Schwestern schwingen den Kochlöffel

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Carola Jülich (l.) und ihre Schwester Gisela Gundermann wollen demnächst an jedem letzten Freitag im Monat ein deftiges Eintopgericht servieren. Am 25. März ist Erbsensuppe im Topf. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Sie kochen leidenschaftlich gerne, die beiden Schwestern Gisela Gundermann und Carola Jülich. Jetzt wollen sie einmal im Monat im Evangelischen Gemeindehaus in Wiblingwerde in großem Stil kochen: Eintopf für jedermann.

In Nachrodt gibt es ein ähnliches Konzept mit der Bezeichnung „Nachrodter Mahlzeit“ schon seit Jahren. Jetzt wollen die beiden Schwestern dafür sorgen, dass sich so etwas auch im Höhendorf etabliert. „Wiblingwerder Kochlöffel“ nennen sie ihr Angebot, das sie nicht als „Suppenküche für Bedürftige“ verstanden wissen wollen und das eine rein private Initiative ist. Deshalb laden sie jedermann zum Essen ein und deshalb finanzieren die beiden Hobbyköchinnen das erste Gemeinschaftsessen auch aus der eigenen Tasche. „Natürlich ist das ein Risiko, denn wir haben überhaupt keine Vorstellung, wieviele Leute kommen werden“, ist der Start für Gisela Gundermann eine „Wundertüte“. Sie hofft aber, dass bei der Premiere dennoch ein kleiner Gewinn übrig bleibt. Mittelfristig soll sich der „Wiblingwerder Kochlöffel“ nämlich aus eigener Kraft finanzieren: Mit den Einnahmen des Vormonats sollen jeweils die Zutaten für das neue Menü eingekauft werden.

Gekocht wird ausschließlich „richtige Hausmannskost, auch mit Fleisch“, erklärt Carola Jülich und betont: „Wir kochen immer frisch, wie wir das von zuhause kennen. Bei uns kommt nichts aus der Dose“. In erster Linie sollen gutbürgerliche Eintöpfe auf den Tisch des Gemeindehauses kommen: Erbsen-, Linsen- oder Kartoffelsuppe, Möhren- oder Wirsingeintopf. „Im Sommer, wenn man draußen kochen kann, wollen wir auch mal Reibeplätzchen machen“, ergänzt Gisela Gundermann.

Jede Portion kostet beim „Wiblingwerder Kochlöffel“ 1,50 Euro. Damit sind natürlich gerade die Kosten abgedeckt. „Wer möchte, kann natürlich auch mehr geben“, sagen die beiden Schwestern. Und wer möchte, kann das Essen auch mit nach Hause nehmen. „Wer größere Mengen mitnehmen möchte, muss das allerdings vorher anmelden“, verweist Gisela Gundermann darauf, dass sie eine gewisse Planungsgrundlage haben muss. ▪ vg

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