Gemeinsames Konzept gesucht

Sanierung von Gerätehaus und Lennehalle drängt

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Feuerwehrhaus und Lennehalle: In beiden muss dringend saniert werden.

Nachrodt-Wiblingwerde - Das Feuerwehr-Gerätehaus und der Vorbau der Lennehalle müssen dringend saniert werden - und zwar aus einem Guss. Eine Idee gibt es schon.

 Im Vorbau der Lennehalle gilt: „Unterm Estrich ist es nass“, sagt Ingenieur Holger Selve, der die Immobilien der Gemeinde untersucht hat und selten mit guten Nachrichten daher kommt. Auch das Dach ist zu „111 Prozent“, wie er meint, ein Sanierungsfall. „Da kommen daumendicke Wasserstrahlen aus der Dachhaut hochgeschossen“, sagt Holger Selve.

Die nächste Baustelle steht gleich nebenan: bei der Feuerwehr. In der ersten Halle gibt es einen dicken Brettschichtholzbinder, der sich durchgebogen hat. Dadurch lagen die eigentlichen Dacheinläufe nicht mehr am tiefsten Punkt. Und so standen zehn bis zwölf Zentimeter Wasser auf dem Dach, „was 120 Kilo pro Quadratmeter entspricht. Und das ist schon deutlich mehr als der Schnee, der hinzu kommen darf“, erklärt Holger Selve.

"Wir sollten Eurojackpot spielen"

Das Problem wurde durch eine Notabstützung in Angriff genommen. Zudem wurden die Einläufe verlegt. Für die Schneelast reichen die Dächer beider Gebäude nicht aus. Der Handlungsbedarf sei akut: Fällt kein Schnee, habe man vielleicht zwei bis drei Jahre Zeit zu handeln. „Wir sollten alle zusammen Eurojackpot spielen“, witzelte Sebastian Brinker (CDU). Doch es gibt nicht nur Sorgen rund um den baulichen Zustand: Die Feuerwehr benötigt mehr Platz.

Die Fahrzeuge stehen zu eng beieinander, auch Umkleideräume und Duschen für die weiblichen Feuerwehrmitglieder werden dringend benötigt. Das gilt übrigens auch für das Gerätehaus in Wiblingwerde, wo provisorische Lösungen mit einem Vorhang gefunden wurden. 

„Wir arbeiten an einem Gesamtkonzept“, sagt Bauamtsleiter Dirk Röding. Eine Idee, die während der Immobilien-Tour von Sebastian Brinker (CDU) diskutiert wurde, ist die „Abkapslung“ der Bereiche vor der eigentlichen Lennehalle, um genau diese auf der anderen Seite der Halle, wo jetzt die Container stehen, wieder anzubauen.

Platz effektiv nutzen

Der Platz, der entstehen würde, könnte für die Feuerwehr genutzt werden. „Der Standort der Feuerwehr ist alternativlos“, meinte Jens-Philipp Olschewski, Fraktionsvorsitzender der CDU. Also: Foyer, Vorraum der Lennehalle, Umkleiden und Toiletten würden künftig nicht rechts von der Lennehalle, sondern links stehen. Das hätte den positiven Effekt, dass die Feuerwehr nicht mehr am Eingang der Lennehalle wäre.

Denn wenn 600 Menschen bei Veranstaltungen zur Halle strömen und gleichzeitig ein Notfall die Feuerwehr auf den Plan ruft, ist ein Konflikt programmiert. Und: Wenn die Idee realisiert würde, könnte man bei laufendem Betrieb zunächst den neuen Bereich anbauen und dann den Platz für die Feuerwehr schaffen. 

Übrigens: Der Vorraum der Lennehalle – einst Stiefkind, dann ein Leaderprojekt, jetzt wieder Stiefkind – soll nicht vergessen werden. Ziel ist eine vielfältige Nutzung des Vorraums mit Küche, Beamer und Leinwand für Schulungen und weitere Veranstaltungen.

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